Die Dreifaltigkeitskapelle in Steufzgen steht wieder für Besucher offen

Kleinod in neuem Glanz

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Seit vergangener Woche ist die Dreifaltigkeitskapelle in Steufzgen wieder öffentlich zugänglich und präsentiert sich in neuem Glanz.

Kempten – Seit Juli dieses Jahres wurde kräftig gewerkelt an der baugeschichtlich in Teilen bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Dreifaltigkeitskapelle in Steufzgen. Seit dem 25. November 2016 erstrahlt das innen und außen rundum erneuerte Gebäude nun in neuem Glanz. Das Datum ist für Kirchenpfleger Helmut Hitscherich deshalb so präsent, weil er im Sommer einem Ehepaar die Nutzung der Kapelle für dessen Goldene Hochzeitsfeier am 26. November 2016 nur unter Vorbehalt zugesagt hatte. Und es hat geklappt, wenn auch quasi auf Kante genäht.

Zu tun hatten die Statiker, Restauratoren & Co. an der kleinen Kapelle reichlich. Dass sämtliche Figuren, Bilder und der Altar retuschiert wurden und gereinigt, dazu die Wände innen und außen einen frischen Anstrich bekommen haben, ist die eine Sache. Auch das Dachgesims musste erneuert sowie tragende- und Querbalken teilweise ersetzt werden, „weil sie kaputt waren“. Ferner hätten Fäulnisschäden und gelöste Verbindungen im Dachbereich dazu geführt, „dass sich die Traufpunkte des Langhauses nach außen bewegt haben“, das untere Drittel des Mauerwerks sei dazu „komplett feucht“ und auf der Empore bei größerer Last die Sicherheit „nicht mehr gewährleistet gewesen“, erklärte Hitscherich bei einer Ortsbesichtigung mit dem Kreisboten. Als Kirchenpfleger von St. Anton, zu der die Dreifaltigkeitskapelle gehört, hat Hitscherich die ein Jahr dauernden Vorbereitenden – vor allem statischen – Untersuchungen und die Sanierung begleitet und sich auch um die dafür nötigen Mittel gekümmert. Endabrechnung liege zwar noch keine vor, aber er ist mehr als zuversichtlich, dass es „etwas günstiger wird“, als die Veranschlagten 200.000 Euro. Fast hat er das Geld auch schon zusammen: mit 131.000 Euro beteiligt sich die Diözese, 8600 Euro steuert die Stadt Kempten bei, die Regierung von Schwaben 2850 Euro, in der Pfarrei „sind Spenden in Höhe von 9850 Euro zusammengekommen“, die Sparkasse ist mit 2000 Euro im Boot, die Raiffeisenbank mit 1000 Euro, die Sozialbau hat 5000 Euro beigesteuert, über die Jahre für die Kapelle zurückgelegte Gelder schlagen mit 21.000 Euro zu Buche und laut Hitscherich ist noch eine weitere Spende angekündigt, die nochmals 5000 Euro bringen soll. Rund 13.000 Euro fehlen nach aktuellem Stand dennoch, um alle Rechnungen bezahlen zu können, so die Schätzung des Kirchenpflegers.

Großes Lob hat er sowohl für die „sehr kooperative Denkmalschutzbehörde“ als auch für die ausführenden Firmen und wirft dabei einen zufriedenen Blick auf das Äußere der Dreifaltigkeitskapelle, die nach Fällung dreier Bäume nun prominent sichtbar auf dem kleinen Hügel neben dem Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege thront.

Christine Tröger

Generalsanierung Dreifaltigkeitskapelle

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