Die Gerberstraße feiert

Mit einem Straßenumzug und Rabattaktionen wollen Verantwortliche der Stadtverwaltung und die betroffenen Geschäftsleute am heutigen Mittwoch, 28. Juli, den Abschluss der ersten Hälfte der Bauarbeiten in der Gerberstraße feiern. 50 Prozent der Arbeiten seien geschafft, teilte das OB-Büro mit – allerdings mit Ach und Krach, denn bei den Pflasterarbeiten hinkt das Projekt dem Zeitplan hinterher. Erst am gestrigen Dienstag sollten die Pflasterungen nach einigen Tagen Unterbrechung wieder aufgenommen werden. „Das holen wir wieder auf”, gab sich Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann gegenüber dem KREISBOTEN zuversichtlich.

Geschäftsleute und Passanten in der Gerberstraße hatten sich in den vergangenen Tagen verwundert die Augen gerieben. Denn nach dem Beginn der Pflasterarbeiten vor etwa zwei Wochen tat sich Freitag, Samstag und Montag plötzlich nichts mehr auf der Großbaustelle. „Bei den Pflasterarbeiten sind wir etwas hinten nach”, bestätigte Markus Wiedemann, Leiter des Tiefbauamts. Als Grund führte er Schwierigkeiten mit der Pflasterkolonne eines Subunternehmers an, die nun ausgetauscht worden sei. Erst am gestrigen Dienstag nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe sollten die Arbeiten wieder aufgenommen werden. „Das holen wir wieder auf”, so Wiedemann. Allerdings standen die Arbeiten am Straßenbelag offenbar von Anfang an unter keinem guten Stern. Bereits der erste Satz Steine hatte nicht die gewünschte Qualität und musste zum Teil wieder aussortiert werden – so die offizielle Version der Bauverwaltung. Beteiligten zufolge trifft das zwar auch zu. Doch die Pflastersteine, die per Schiff transportiert werden, sollen bereits vier Wochen später als eigentlich geplant geliefert worden sein, was den Arbeitsablauf zunächst verzögerte. Zumindest scheint jetzt aber der Zustand des Pflasters zu stimmen: „Wir haben eine sehr gute Qualität bei den Steinen”, betonte Tiefbauamtsleiter Wiedemann. Und durch Umplanungen könne man den Zeitverlust wieder reinholen. Im Bereich Tiefbau laufe das Vorhaben dagegen ohnehin nach Plan: „Mit den Tiefbauarbeiten sind wir schon sehr sehr weit”, berichtete er. Das sei umso beachtlicher, da sehr viele Leitungen und Hausanschlüsse in diesem Areal verlegt sind. Von daher sei er zuversichtlich, dass das Vorhaben Gerberstraße planmäßig bis Ende Oktober abgeschlossen und der Kostenrahmen von 1,15 Millionen Euro eingehalten werden kann. Lebensgroßes Rad Einige Geschäftsleute im neuen „Mühlbachquartier” hatten vergangene Woche hinter vorgehaltener Hand angesichts des zähen Fortgangs der Arbeiten zwar schon zu murren begonnen, trotzdem wollen sie morgen den Abschluss der ersten Hälfte der Arbeiten gemeinsam feiern. Geplant ist unter anderem ein Straßenumzug vom Forum Allgäu über die Bahnhofstraße und die Fischerstraße zur Gerberstraße. Als Anspielung auf das Mühlrad als Wahrzeichen des Quartiers wird der Breakdancer und Kampfsportler Stefan Sauter „mit einem lebensgroßen Rad durch die Stadt rollen.” Die etwas ungewöhnliche Route begründete OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) damit, „dass das Mühlbachquartier einen eigenen Charakter hat, aber dennoch als Teil eines großen Ganzen wahrgenommen werden soll.” Die Aktion beginnt um 11 Uhr am Forum und dauert eine Stunde.

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