Geringerer Stromverbrauch

20 bis 30 Prozent weniger Strom verbraucht eine LED-Straßenlaterne im Gegensatz zu einer herkömmlichen Quecksilberdampf- Straßenlaterne. Das hieße, aus einem Sieben-Liter-Auto ein Fünf-Liter-Auto machen. Ein Generationswechsel steht bevor, sollten sich die neuartigen LED-Straßenleuchten auch im Alltagsbetrieb wirtschaftlich bewähren. Dieser Frage geht die Stadt gemeinsam mit dem AÜW im Rahmen eines Pilotprojektes nach.

„Der Stromverbrauch für Straßenlaternen liegt ungefähr bei 33 Prozent des gesamten öffentlichen Stromverbrauchs. Die Folge: in Zeiten des Klimaschutzes und der gespannten Haushaltslage muss verstärkt auf neue Technologien gesetzt werden,“ erklärte Markus Wiedemann, Leiter des Tiefbauamtes, zu den Gründen für die Etablierung des Pilotprojektes „LED Straßenleuchten“ in Zusammenarbeit mit dem AÜW. Hintergrund: Vielerorts im Allgäu sind noch die veralteten Quecksilberdampfhochdrucklampen im Einsatz. Obwohl es diese Technik erst seit knapp 80 Jahren gibt, gilt sie zwischenzeitlich als veraltet und wirtschaftlich nicht effizient. Natriumdampfhochdrucklampen sind zwar effizienter, Gerhard Schaidnagel, Gruppenleiter Straßenbeleuchtung beim AÜW, sieht die Zukunft jedoch in der neuen lichtemittierenden Dioden (LED)-Technik. „Hohe Lichtausbeute bei geringerem Stromverbrauch, längere Nutzlebensdauer, geringere Wartungskosten sowie eine angenehme Lichtfarbe“ bringt er die Vorteile des neuen Hoffnungsträgers LED auf den Punkt. In Kempten setzt das AÜW zusammen mit dem Tiefbauamt ein Pilotprojekt zum Testen der neuen LED-Lichttechnik um. Sowohl in der Anliegerstraße Schwaighauserweg als auch in der Wegebeleuchtung „Rosenaubrücke“ wurden Leuchten mit modernster LED-Technik installiert. „Bei der Auswahl des Straßenzugs haben wir bewusst den Schwaighauserweg gewählt, da uns der gradlinige Verlauf der Leuchtstandorte sowie der schwache Anliegerverkehr erlaubt, jederzeit die Beleuchtungsstärke zu messen“, so Andreas Rimmel, Sachbearbeiter Straßen und öffentliche Beleuchtung. Durch die Messung des lichttechnischen Langzeitverhaltens der Leuchten sowie die Sammlung der Erfahrungen unter realen Bedingungen kann im Projekt überprüft werden, ob der Hoffnungsträger der Straßenbeleuchtung seinen Anforderungen gerecht wird. „Sollte dies der Fall sein, kommen LED-Leuchten sicher zukünftig bei Neuanlagen zum Einsatz“, ergänzte Wiedemann. Eine flächendeckende Umrüstung sei jedoch kurzfristig nicht erforderlich, da im Rahmen des Energiesparvertrags in den letzten Jahren bereits auf die Natriumdampflampen umgestellt worden sei, sagte er.

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