Grünes Licht vom Gestaltungsbeirat

Neues Hotelgebäude in "Soloplan-City" in Kempten

1 von 2
Ansicht auf die Bestandsgebäude von der Parkbucht am Adenauerring.
2 von 2
Ansicht auf die Bestandsgebäude von der Parkbucht am Adenauerring

Kempten - Anstelle zweier Bestandsgebäude gibt Gestaltungsbeirat grünes Licht für neues Hotelgebäude in "Soloplan-City" .

Wie mehrfach berichtet,verlegt das Unternehmen Soloplan seinen Firmensitz an den Berliner Platz, wo derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes „Soloplan-City“ entsteht. Der Umzug in das Betriebsgebäude soll bereits diesen April/Mai über die Bühne gehen. Westlich neben dem künftigen Betriebsgebäude sind ein Hotel- und Gastronomiebetrieb mit Pächterwohnung vorgesehen, die ursprünglich in den beiden Bestandsgebäuden an der entlang des Adenauerrings verlaufenden Hangkante realisiert werden sollten. 

Dass es aus mehreren Gründen nicht möglich sein werde, dort die geplanten 36 Gästezimmer, überwiegend für Seminarteilnehmer, sowie einen Restaurantbetrieb für 130 Gäste, auch zur Mittags-Nutzung als Mitarbeiterkantine unterzubringen, legte das ausführende Architekturbüro diese Woche im Gestaltungsbeirat dar und stellte die Alternativlösung vor. Unter anderem habe der Bauherr „entschieden das abzureißen“, weil die Raumhöhe im Giebel des Dachgeschosses mit lediglich 2,20 Metern für ein Hotel ungeeignet sei und auch die „Bausubstanz kann nicht so erhalten werden wie von Soloplan vorgegeben“. 

Die Situation: Statt der bisher zwei Gebäude mit Satteldach soll nun an gleicher Stelle ein Halbrundbau mit Flachdach entstehen. Dieser liegt oberhalb besagter Hangkante, die mit Bäumen dicht bewachsen ist; darunter verläuft ein zwar öffentlicher, aber nicht ausgebauter Fußweg. Der Neubau soll fünf bis acht Meter weiter zurück liegen als die Bestandsgebäude und durch den Wegfall des Spitzdaches dann auf gleicher Gebäudehöhe wie das Betriebsgebäude abschließen. Das daneben liegende, noch unbebaute Areal innerhalb des Firmengeländes, soll „nicht angetastet werden“, um gegebenenfalls für späteren Erweiterungsbedarf des Unternehmens eine „Reserve“ zu haben. Bis es so weit ist, soll dort ein Obstgarten gepflanzt werden, so dass das Gelände „als Park wahrgenommen“ werden könne.

Der geplante Neubau hat vier Geschosse, mit einem langgestreckten Wintergartenvorbau im Westen. Das oberste ist leicht zurückversetzt und der Pächterwohnung vorbehalten. Im Erdgeschoss soll das Restaurant liegen und in den Geschossen darüber die 36 Doppelzimmer. Östlich davon liegen oberirdisch die erforderlichen 130 Parkplätze für Mitarbeiter und Gäste. Die Anfahrt soll von Norden her erfolgen. Insgesamt soll der Eingangsbereich laut den Planern deutlich „repräsentativer“ werden, als er derzeit ist und den hohen Standard spiegeln, den Soloplan für seine Gäste bereitstellt. Sichtbar wird das neue Gebäude vor allem im Winter sein, wenn die sichtschützenden Bäume kein Laub tragen, wie auf den Bildern der Präsentation zu sehen war. Vom Berliner Platz her gesehen wird es erst nach dem Betriebsgebäude in sozusagen zweiter Reihe wahrgenommen. 

Geplant ist der Baubeginn für diesen Herbst und wunschgemäße Fertigstellung Ende 2020. Gremium kann sich den Neubau vorstellen „Grundsätzlich finden wir die jetzige Situation“ mit den Bestandsgebäuden „sehr schön“, meinte Gestaltungsbeirat Werner Binotto, aber man könne sich dort auch „ein Rundgebäude vorstellen“. Allerdings sollten Betriebs- und Hotelgebäude zusammen korrespondieren, weshalb er empfahl, weiterzudenken und auch das Reservegelände bereits mit einzubeziehen. Eine Empfehlung lautete, die „Fassade einfacher und klarer machen“ und auch den Wintergarten „wollen wir nicht“, da er „typologisch nicht in Ordnung ist“, so das Fachgremium. „Schade“, dass ein Großteil der jetzt deutlich grüneren Anlage versiegelt werde, regte Binotto an, zumindest die Parkflächen zu verlegen oder gar über eine Parkgarage nachzudenken. Insgesamt wünschte sich das Gremium „mehr Grün“. Auch auf eine gute Böschungsgestaltung wies er hin und erteilte dem Vorstoß der Planer, ein bis zwei Bäume zugunsten einer Blickachse auf die Stadt hinunter, eine Absage. Vielmehr wolle man die Baumreihen „homogen“ erhalten, auch als „Filter“. 

ct

Auch interessant

Meistgelesen

Unbekannte brechen in Festhalle in Dietmannsried ein
Unbekannte brechen in Festhalle in Dietmannsried ein
Grüne Jugend Allgäu fordert Rückzugsorte für Jugendliche
Grüne Jugend Allgäu fordert Rückzugsorte für Jugendliche
Einweihung des ersten deutschen Hybridspeicherkraftwerks in Sulzberg Au
Einweihung des ersten deutschen Hybridspeicherkraftwerks in Sulzberg Au
Der Flughafen Memmingen: Das Tor zum Süden
Der Flughafen Memmingen: Das Tor zum Süden

Kommentare