Viele offene Fragen

Gestaltungsbeirat ringt um Erhalt von einem "Stück Stadtgeschichte"

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Kempten – Zu viele offene Fragen blieben im Gestaltungsbeirat am Ende der Diskussion um den geplanten Abbruch und Neubau eines Geschäftsgebäudes Bodmanstraße 46 mit zwei Untergeschossen für 23 Stellplätze.

Das markante Gebäude mit barockisierenden Fassadenelementen am Eck Adenauerring, das der Kunstmaler Franz Weiß 1949 vom Brauhaus erworben hatte und von dem aus im gleichen Jahr der erste von ihm und seiner Frau jährlich organisierte Nikolausumzug gestartet war, ist laut Architekt Hans-Peter Müller von msw-architekten, „teilweise einsturzgefährdet“ und nicht sanierbar. Gestaltungsbeirätin Hannelore Deubzer pochte darauf das „Stück Stadtgeschichte“ möglichst zu erhalten und regte eine Untersuchung an, es zu entkernen, um wenigstens das äußere Mauerwerk zu erhalten. 

„Ich halte das, was da steht, für so wertvoll“, dass sie sich mit Antworten wie „gefällt mir nicht“ nicht zufrieden gebe. Müller sah den Verfall des Gebäudes zu weit fortgeschritten und verteidigte die bewusste Entscheidung gegen einen historisierenden Neubau. Auch die Zufahrtsituation sowie die Situation im dazugehörenden Innenhof, in dem Parkplätze angedacht sind, wofür zwei alte, gesunde Bäume fallen müssten, fand das Gremium nicht befriedigend. 

Wie Beiratsvorsitzende Bü Prechter abschließend anmerkte, habe man erst gedacht, es sei mit ein paar Empfehlungen getan. Doch nun hätten sich „grundsätzliche Fragen“ aufgetan, weshalb das Projekt nach einer Überarbeitung nochmals vorgelegt werden soll. 

Christine Tröger

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