Preisträger ausgewählt

Klare Linien für den Stadtplatz

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Die überzeugendste Planung für die Stadträte erstellte das Büro Maucher & Höss aus Kempten, allerdings ist es auch der am aufwändigsten umzusetzende Entwurf.

Lindenberg – Beim Gestaltungswettbewerb für Stadtplatz und Hauptstraße geht es für Lindenberg darum, eine gestalterische Handschrift für die künftige Innenstadtentwicklung zu finden. Ein Wettbewerb sollte die besten Ideen sammeln.

Die Arbeiten waren im Juli vergangenen Jahres prämiert und ausgestellt worden. Bei einer Sondersitzung im Juli konnten sich die drei Preisträger, das Büro Maucher & Höss aus Kempten, Baur & Deby aus München und F 64 aus Kempten, vorstellen. Stadtplaner Gerd Zimmer meinte, alle drei Planungsbüros haben die fehlende Geschlossenheit des Platzes erkannt. Dies sei historisch bedingt. Der Platz sei nicht gewachsen, sondern durch Hinzunahme der Prinz-Ludwig-Straße zusammengestückelt worden. Deshalb entstehe der Eindruck, der Platz franse oder drösle an den Rändern aus.

Alle drei Preisträger streben eine bessere Arrondierung des Platzes an. Der erste und der dritte Preisträger wollen das lösen, indem sie ein bis zwei neue Gebäude auf den Platz im Bereich südlich von Buch Netzer bauen. Der zweite Preisträger hingegen setzt mit baulichen Ergänzungen auf der Ostseite an: das Gebäude der früheren Schlecker-Filiale (jetzt Opti-Markt) soll auf seiner nördlichen Schmalseite in den Platz hinein verlängert werden. Dann schließt sich statt der Garagen eine lange Galerie oder Hochterrasse mit Bäumen und Bänken an. Am Kostenaufwändigsten scheint der erstplatzierte Entwurf des Büros Maucher & Höss zu sein, denn er sieht nicht bloß zwei Neubauten und eine sehr großzügig ausgestaltete Passage zur Goethestraße vor, sondern auch die komplette Verlegung des Stadtplatzbrunnens.

Dennoch schien den Stadträten diese Gestaltungslinie so überzeugend, dass sie sich in der anschließenden nichtöffentlichen Diskussion dafür entschieden, denn der Charme dieses Entwurfs ist, dass ein übersichtlicher Platz entsteht, vom nördlich gelegenen Rathaus bis in die südlich vorbeiführende Hauptstraße hinein.

Für die Stadträte war es keine leichte Entscheidung, denn jeder Entwurf hat Stärken. Und keiner ist hundertprozentig so umsetzbar. So ist auch dieser Entwurf nur eine ungefähre Vision, die in vielfacher Weise angepasst und um die Ideen der anderen Entwürfe ergänzt werden wird.

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