Gestern – heute – morgen

Das Grüne Zentrum wirft auf der Allgäuer Festwoche einen Blick zurück – und voraus

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Die Teilnehmer der Pressekonferenz: Georg Ohmayer (v.li), Dr.Günter Räder (2.v.li), Angelika Soyer (3.v.li), Dr.Ulrich Sauter (4.v.li), Rosa-Maria Naderer (5.v.li), Dr. Alois Kling (6.v.li), Franziska Bauer (7.v.li), Clemens Rück (8.v.li) und Veronika Hämmerle (9.v.li). stellten das diesjährige Programm des „Grünen Zentrums“ auf der Sonderausstellung der Festwoche vor.

Kempten – „Gestern – heute – morgen“ ist das Motto des „Grünen Zentrums“ auf der diesjährigen Allgäuer Festwoche, angelehnt an das 70-jährige Festwochenjubiläum.

Dr. Alois Kling, der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (­AELF), eröffnete am letzten Dienstag die Pressekonferenz zur Festwochensonderausstellung und gab einige Informationen zum diesjährigen Motto und darüber, wie sich das „Grüne Zentrum“ auf der Sonderschau präsentieren werde.

Das AELF möchte die Besucherinnen und Besucher zu einer spannenden Zeitreise einladen, die die Entwicklung der Landwirtschaft, des Bergwaldes und der Ernährung erklärt, angefangen vor etwa 50 Jahren bis in die heutige Zeit mit einem Ausblick in die Zukunft. Denn Land- und Forstwirtschaft gehören schon immer zum Allgäu, so Veronika Hämmerle vom AELF. 

Neben dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird auch der Zweckverband der Landwirtschaftsschule Kempten, der Verein „Mir Allgäuer – Urlaub auf dem Bauernhof“, das Milchwirtschaftliche Zentrum Bayern und der Landesverband Bioland Erzeugung Bayern auf der Sonderausstellung mit vertreten sein.

In Halle 11 erwarten die Gäste zahlreiche Informationen, vor allem in bildlicher Form, zu Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. So wird ein Bogen gespannt von der Vergangenheit, über die Gegenwart, bis in die Zukunft. Warum wurden vor 200 Jahren Fichten gepflanzt? Welche Bepflanzung ist für unsere Nachkommen die beste? Wie wurde vor 40 oder 50 Jahren Landwirtschaft im Allgäu betrieben? Wie ernährten sich die Menschen? Ein Generationenteller „vom gestern zum morgen“ zeigt zum Beispiel den zunehmenden Wohlstand und den gesellschaftlichen Wandel, einhergehend mit veränderten Ernährungsgewohnheiten.

Am Stand der Förster ist geplant, die Faszination Bergwald durch moderne, variantenreiche Bilder erlebbar zu machen, mit der Intention, Nachhaltigkeit, Ertrag, Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen aufzuzeigen. „Die Baumpflanze ist wie ein Generationenvertrag“ sagte Dr. Ulrich Sauter. Der Stand der Landwirte will Einblicke in die Entwicklung der Landwirtschaft mit veränderten Arbeitsbedingungen und Technik geben. Studierende der Landwirtschaftsschule und MitarbeiterInnen des AELF möchten die Verbraucherinnen und Verbraucher zu Diskussionen anregen und ihre Wünsche abholen, sagte Franziska Bauer von der Landwirtschaftsschule Kempten.

Welche Landwirtschaft wünschen Sie sich?

Im Mittelpunkt der verschiedenen Präsentationen und Stände wird deshalb ein Zukunftsbaum stehen, der während der Festwoche mit den Anregungen und Aussagen der BesucherInnen geschmückt wird. Festgehalten auf vorgefertigten Kärtchen zum Beispiel „Mein Wunsch für die Ernährung der Zukunft“. Das Milchwirtschaftliche Zentrum Bayern bietet Aktivitäten wie Handmelken mit einer alten Melkanlage an einer selbst gebastelten Kuh und auch an der Käseherstellung können sich die Gäste ausprobieren. Und der Spitalhof präsentiert zukunftsweisende Technik, wie Drohneneinsatz, um Rehkitze aufzuspüren, erklärte Clemens Rück. Der Landesverband Bioland Erzeugung Bayern, vertreten in Halle 12, setzt auf regionalen Genuss, Biodiversität und Zukunftsperspektiven. So wird auch die Ökomodellregion mit dabei sein, betonte Dr. Günter Räder. Für das leibliche Wohl bieten die Bäuerinnen von „Mir Allgäuer – Urlaub auf dem Bauernhof“ in ihrem Bauernhofcafé in bewährter Weise selbstgemachten Kuchen und erstmalig fair gehandelten Kaffee der Firma Basoni aus Waltenhofen an. Sie möchten damit ein Zeichen für einen fairen Kaffeepreis setzen, so die Vorsitzende Angelika Soyer. Auch dieses Jahr wird die Sonderausstellung des „Grünen Zentrums“ in Halle 11 mit dem traditionellen Käseanstich mit Schirmherr Albert Füracker, Staatsminister der Finanzen und für Heimat eröffnet, erklärte der Organisator Georg Ohmayer. Das täglich wechselnde Bühnenprogramm mit zahlreichen Aktionen und Vorträgen, wie etwa Kräuterbroschenbinden nach alter Tradition, Netzwerk Generation 55 etc. runden die vielfältige Ausstellung ab.

Christine Reder

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