Geteilte Meinungen

Im Rathaus kann man noch bis Anfang September die Modelle des Architekten Zumthor anschauen um sich so ein Bild davon zu machen, was da als „Alleinstellungsmerkmal“ für rund zwanzig Millionen Euro entstehen soll. Wie schon berichtet, nicht aus städtischen Mitteln sondern aus anderen Geldquellen. Da kann man schon unterschiedlicher Meinung sein. Der KREISBOTE hat einige davon zusammen getragen.

Walter Grözinger, Buchhalter i.R.: „Zumthor? Wie viel das wirklich kostet, weiß man doch noch nicht. Wenn dadurch das Geld wieder rein käme, dann bitte. Wenn ich bedenke was an allen Ecken und Enden und besonders bei den Schulen fehlt, wäre das Geld auch anders gut einzusetzen. Da sind genug Bedürfnisse da! Wie das Ganze aussieht? Das kann ich nicht beurteilen – den Sinn verstehe ich sowieso nicht.“ Harald Filpe Handwerker: „Da sollte man in Neutrauchburg stehen und nach Isny rüberschauen. Und was sieht man da? Die Hochhäuser und die stören im Stadtbild. Und dann noch einmal so etwas….?“ Dirk Holst, Regionaldirektor, Evangelische Heimstiftung Stephanuswerk: „Zunächst fand ich den Entwicklungsprozess des Projekts gut. Nachdem ich Peter Zumthor hörte, bin ich von der Idee und Vision überzeugt. Ich hoffe, dass man es realisieren kann.“ Anne-Rose Schlagentweith, Geschäftsfrau im Ruhestand: „Ich halte Peter Zumthor für ein Genie und habe mich auch näher damit beschäftigt, aber leider halte ich das Ganze für eine Utopie in Anbetracht der Probleme die bei uns anstehen – Altstadt Süd, Krankenhaus, Straßenbau. Auf einen Investor warten und beten hilft nichts!“ Andreas Briechle, Ausbildung im OWB: „Ich finde das ganz toll, aber furchtbar teuer. Bei soviel Glas sollte man auch nicht mit Steinen werfen.“ Rainer Magenreuter, Bürgermeister: „Es ist eine einmalige Chance mit diesem Objekt die Lücke in der Stadtmauer zu schließen und parallel dazu eine Attraktion zu schaffen, die weit über Isny hinausstrahlt. Zum einen bin ich vom Entwurf begeistert und freue mich auch über die Begeisterung in der Bevölkerung. Die Bausumme von 20 Millionen Euro geht nur dann, wenn alle Unterstützung aus den unterschiedlichsten Bereichen zu bekommen ist. Auf alle Fälle ohne städtische Beteiligung.“

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