FC gewinnt Derby

Frischer Wind beim FC Kempten: Der FCK hat sich am Wochenende in einem spannenden Derby etwas überraschend gegen den zuletzt starken VfB Durach mit 2:1 durchgesetzt. Eine unglückliche Heimniederlage musste dagegen der TSV Kottern hinnehmen, der auf eigenem Platz dem TSV Mindelheim mit 0:1 unterlag – durch ein Eigentor.

Endlich kam bei einem Heimspiel des FC Kempten mal wieder so etwas wie Stadionstimmung auf. Der Gegner, Ligakonkurrent VfB Durach, hatte zahlreiche Zuschauer mitgebracht und so sahen fast 500 Zuschauer ein vor allem in der Schlussphase packendes Derby, das der FC am Ende zwar mit etwas Glück, aber dafür mit viel Hingabe und nur noch mit acht Spielern auf dem Feld für sich entschied. Der VfB Durach hatte das Pokalderby gegen den FC Kempten erst vor wenigen Wochen mit 5:2 für sich entschieden und in der Zwischenzeit auch den TSV Kottern und den FC Memmingen aus dem Pokal geworfen. Nicht wenige Experten erwarteten somit einen klaren Sieg der Duracher. Doch der FC wollte nicht noch einmal so unter die Räder kommen wie unlängst im Cup und zeigte schon von Beginn an, dass er diesmal gewinnen wollten. So gaben die Hausherren von der ersten Minute an den Ton an und kamen bis zur 30. Minute zu einigen vielversprechenden Torchancen. Die beste davon vergab Rancic nach Zuspiel von Ionescu nach einer halben Stunde. Eine Minute später zeigte er seine Torjägerqualitäten, als er alleine auf den Gästetorwart zulief und den Ball souverän zur 1:0-Führung für den FC Kempten einschob. Die Duracher wirkten hingegen insbesondere in der ersten Hälfte etwas müde. Zur Pause blieb es so bei der knappen Führung der Platzherren. In der zweiten Hälfte hätte Tobias Rossmann, der in der letzten Saison noch beim FC Kempten spielte, beinahe den Ausgleich für den VfB erzielt. Doch er verpasste knapp. Der ebenfalls eingewechselte Felix Thum erzielte dagegen nach einer guten Stunde Spielzeit durch einen Kopfball das 2:0 für die Gastgeber. Seine Freude war so groß, dass er beim Jubel sein Trikot auszog und dabei wohl vergessen hatte, dass er bereits mit gelb verwarnt worden war. Es kam wie es kommen musste. Der Schiedsrichter gab im regelkonform die zweite gelbe und verwies ihn mit gelb-rot des Feldes. Drei Platzverweise Nun waren die Kemptener in Unterzahl. Zwei weitere, für alle Zuschauer unverständliche, gelb-rote Karten für Marcus Fenzl in der 65. und für Ibrahim Saricoskun in der 86. Spielminute sorgten für eine heiße Schlussphase. Der VfB Durach war nun obligatorisch am Drücker und erzielte eine Viertelstunde vor Schluss das 2:1. Zwar hatten die Gäste auch in der Folgezeit noch eine Reihce von Chancen. Doch die restlichen acht verblieben Kemptener, allen voran Torwart Zafer Koytaviloglu, kämpften mit allem was sie hatten und retteten für ihre Mannschaftskameraden die wichtigen drei Punkte. Dieser Sieg könnte für den FC Kempten der wichtigste seit langem und richtungweisend gewesen sein. Eigentor besiegelt Niederlage Der TSV Kottern verlor dagegen zu Hause gegen den TSV Mindelheim mit 0:1. Torschütze für die Gäste war ausgerechnet der Kotterner Torjäger Matthias Köster mit einem Eigentor. Der TSV begann stark und hatte eben durch Köster in der ersten zwanzig Minuten Spielzeit zwei gute Tormöglichkeiten in Führung zu gehen. Die Mindelheimer standen in nichts nach und hatten ebenfalls zwei gute Chancen. Sie hatten aber auch mehr Glück, denn ein Kopfball von Wachter ging nur knapp über ihr Tor. Fünf Minuten vor der Pause lenkte Köster einen Eckbal unglücklich ins eigene Tor zum 1:0 für den TSV Mindelheim. Ein klares Foul am Kotterner Klement im Strafraum wurde hingegen nicht geahndet. In der zweiten Hälfte wurde die Partie etwas langweiliger. Die Mannschaften neutralisierten sich größtenteils gegenseitig. Es gab auf beiden Seiten keine nennenswerten Chancen bis zur 90. Spielminute, als der Gästetorwart einen ansehnlichen Distanzschuss von Klement gerade noch so aus dem oberen Toreck fischte und somit für seine Mannschaft den knappen Sieg rettete. Der TSV Kottern war damit zum ersten mal in dieser Saison in einem Heimspiel geschlagen.

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