Gläubige treffen sich

Glauben anders erleben

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Durch ein riesiges Fernrohr können die Teilnehmer die Welt durch eine andere Perspektive sehen.

Durach – Die Mitmachausstellung „Himmelwärts wachsen“ lud beim Glaubensfest in Durach große und kleine Besucher zu einer Auseinandersetzung mit eigenen Glaubenseinstellungen ein. Dabei widmete sich jede der acht Stationen, die in der Mittelschule Durach, dem Pfarr- und Vereinsheim, sowie dem Kinderhaus St. Theresia aufgebaut waren, einer eigenen Thematik.

Etwas ratlos hält die junge Frau im Kinderhaus den Stofffisch und den Plüschpferdekopf in der Hand. Zu welchem Heiligen gehören diese Symbole? Mit ein wenig Hilfe findet sie den Heiligen Ulrich heraus. In einem Spiegel betrachtet sich ein kleiner Junge. Dort kann er den größten Schatz der Welt entdecken – sich selbst!

Ohne eigenen Einsatz kann man keine Station passieren. Die katholische Landjugendbewegung fragt nach Ritualen im Alltag und lädt zum Mitsingen ein. Die Glaubensausstellung im Foyer hält Farben und Stifte zum kreativen Gestalten bereit. Durch ein riesiges Fernrohr betrachten die Besucher an Station eins die Welt aus einer völlig neuen Perspektive und setzen sich mit grundsätzlichen Lebensfragen auseinander. Woher komme ich? Warum gibt es Armut? Warum muss der Mensch leiden?

Ebenfalls nachdenklich stimmt das Rollenspiel bei der „Bibel entdecken“ Station. Jung und Alt haben sich verkleidet und reichern die Zachäus Geschichte mit eigenen Gedanken an. „Wie hätte ich damals reagiert?“, lautet die Fragestellung.

„Mehr entdecken“ lässt sich schließlich bei der letzten Station, wo die Teilnehmer das suchen, was sich unter der Oberfläche des alltäglichen Lebens verbirgt. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird schließlich ein eindrückliches Bodenbild gestaltet.

Ehrlicher Vortrag

Pfarrer Josef Gomm freut sich, dass trotz des Traumwetters so viele Gäste gekommen sind. Er steht mitten in der Schar derer, die gerade eine Kaffeepause machen und ist Ansprechpartner für alle, die noch etwas fragen wollen.

Der Vortrag „Gotteserfahrungen in meinem Leben“, den Klinikseelsorgers Josef Epp hält, rundet das Programm ab. Eindrücklich und ehrlich geht er der Frage nach, warum von Gott oft so wenig im Alltag zu spüren ist und bietet neue Denkansätze an. Wenn Gott nicht mehr da ist, wo er immer war, sollten wir die Frequenz verändern, um ihn neu zu entdecken. „Dazu“, so meint der Seelsorger, „müssen wir jedoch auf den Grund unseres Lebens kommen.“ Eva Dörr-Schratt

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