Gleich drei auf einen Streich

Rührend besorgt sind Oberarzt Oliver Götz (links), Pflege-Auszubildende Lisa Frankovsky sowie Chefarzt Prof. Dr. Ricardo Felberbaum um Elena Evbatyrowa und ihre Drillinge Nicole, Alice und Lars. Foto: Klinikum

Putzmunter räkeln sich Nicole, Alice und Lars im Wärmebettchen. Erst kürzlich sind die Drillinge im Klinikum Kempten geboren. Wohlauf ist auch ihre Mama Elena Evbatyrova. „Mein Mann und ich sind froh, dass alles gut verlaufen ist und die Kinder gesund sind“, sagt die 35-Jährige. Ein Team aus vier Kinderärzten, zwei Hebammen und drei Pflegeschwestern war dabei, als die Babys per Kaiserschnitt zur Welt kamen. Eine nicht alltägliche Situation: Lediglich alle zwei bis drei Jahre verzeichnet das Klinikum eine Drillingsgeburt.

„Der Kaiserschnitt verlief völlig problemlos und die Kleinen haben dank kräftig entwickelter Lungen beste Startbedingungen“, freut sich Prof. Dr. Ricardo Felberbaum, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe. „Frau Evbatyrowa hat einen guten Schutzengel gehabt“, fügt er augenzwinkernd hinzu. So komplikationslos verlaufe nicht jede Drillingsgeburt. "Tapfer durchgehalten" Bereits fünf Wochen vor dem großen Tag wurde Elena Evbatyrova im Klinikum stationär betreut. „Sie hat tapfer bis zur 34. Schwangerschaftswoche durchgehalten“, sagt Oliver Götz, Oberarzt in der Kinderstation. Die Geduld hat sich gelohnt: Die Kleinen brachten bei der Geburt ein Gewicht von 1600, 1800 und 1900 Gramm auf die Waage. „Für frühgeborene Drillinge ist das schon ganz schön kräftig“, meint Götz. Weil die Babys im Mutterleib ausreichend zugelegt haben, kamen sie ohne „Brutkasten“ aus. „Das einzige, was ihnen jetzt noch fehlt, sind die Speckröllchen“, schmunzelt die Mama. Mehrmals täglich besucht sie die Winzlinge auf der Kinderintensivstation. Dort gedeihen die Babys prächtig. Mit großem Appetit nuckeln sie schon aus der Flasche und legen an Gewicht zu. Zur Sicherheit werden die Frühchen aber noch einige Zeit auf der Station betreut. "Sehr gute Arbeit" „Die Ärzte, Hebammen und das Pflegeteam haben wirklich sehr gute Arbeit geleistet“, lobt Elena Evbatyrowa. Sie und ihr Mann Roman, die beide Ingenieure im Computerbereich sind, kamen vor sechs Jahren aus Russland nach Deutschland. Seit zwei Jahren lebt das Paar in Kempten. Als die werdenden Eltern zu Beginn der Schwangerschaft erfuhren, dass sie drei Kinder auf einmal erwarten, war die Überraschung natürlich groß. „Jetzt lassen wir das Familienleben auf uns zukommen“, bleibt die Drillingsmutter gelassen. Demnächst wird Besuch aus dem Uralgebirge eintreffen: Die Großeltern könnten es kaum mehr erwarten, ihre Enkel Nicole, Alice und Lars willkommen zu heißen.

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