"Glückliche Konstellation"

Nicht nur interessante Werke hat Elena Firsova (links), „Composer-in-Residence“ des diesjährigen Kammermusikfestivals im Gepäck. Auch ihr Mann Dmitri Smirnov und Tochter Alissa Firsova, beides ebenso Komponisten, werden in Kempten mit dabei sein. Foto: privat

Premiere beim kleinen Jubiläum des Internationalen Festivals der Kammermusik in der Kemptenzer Residenz: Mit der Russin Elena Firsova ist heuer erstmals eine Frau „Composer-in-Residence“ in der Geschichte der „Fürstensaal Classix“. Der KREISBOTE hat sich mit der in London lebenden Komponistin über ihren Auftritt in Kempten, ihre Erwartungen an das Allgäu und die 5. Auflage des beliebten Kemptener Kammermusik-Festivals unterhalten.

Das Publikum von „Fürstensaal Classix" freut sich auf Ihre Musik und Ihre Anwesenheit als „Composer in Residence" während der Festivalwoche. Welche Erwartungen haben Sie an Publikum und Interpreten? Firsova: „Ich freue mich sehr auf das Festival in Kempten und bin gespannt, wie Interpreten und Zuhörer sich meinen Werken nähern. Dabei hoffe ich natürlich auf Verständnis und Einfühlungsvermögen für meine Musik.“  Es werden während des Festivals sechs Ihrer Werke aufgeführt, darunter eine Uraufführung. Welche verschiedenen Stimmungen erwartet die Zuhörer? Firsova: „Ich würde sagen, alle meine Kompositionen drücken die gleichen Gedanken und Stimmungen aus, nur aus völlig verschiedenen Blickwinkeln. Trotz der instrumental sehr unterschiedlich besetzten Werke sind sie lediglich unterschiedliche Aspekte einer gewissen persönlichen Grundidee.“ Sie werden ja bei den Proben der Werke dabei sein und mit den Musikern an Ihren Werken arbeiten, teilweise auch in öffentlichen Proben. Was bedeutet Ihnen dieser direkte Austausch? Firsova: „Ich verspreche mir davon ein besseres, gegenseitiges Verständnis. Das aufeinander Eingehen ermöglicht einen der Komposition zugute kommenden, künstlerisch fruchtbaren Prozess.“ Das Publikum bei den 5. „Fürstensaal Classix“ in Kempten wird die seltene Gelegenheit haben, in einem der Konzerte auch jeweils eine Komposition Ihres Mannes und Ihrer Tochter zu hören. Es kommt ja nicht gerade oft vor, dass sich innerhalb einer Familie mehrere Komponisten befinden. Kann man sich diese Situation eher konkurrierend oder inspirierend vorstellen? Firsova: „Es ist in jeder Hinsicht eine sehr glückliche Konstellation.“

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