Elfriede und Gerhard Homann feiern 70. Hochzeitstag

Das Meer hat gut getan

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Bürgermeisterin Sibylle Knott (v.l.) brachte Gerhard und Elfriede Homann einen Geschenkkorb und Blumen mit. Außerdem hatte sie ein Teeservice und ein Glückwunschschreiben von Ministerpräsident Horst Seehofer dabei.

Kempten – Ein ganz besonderes Jubiläum konnten Elfriede und Gerhard Homann am Ostersonntag feiern. Das Ehepaar hatte Gnadenhochzeit, das heißt, 70. Hochzeitstag. Nach der Feier mit Familie und Freunden, besuchte am Dienstagvormittag noch Bürgermeisterin Sibylle Knott das Jubelpaar, um zu gratulieren.

Der heute 96-jährige Gerhard Homann ist in Halle an der Saale geboren und 1924 mit seinen Eltern nach Lochau bei Bregenz an den Bodensee gezogen. Seine 92 Jahre alte Frau erblickte in Pforzen bei Kaufbeuren das Licht der Welt, zog dann aber gleich mit ihren Eltern nach Kempten. Kennengelernt haben sich die beiden in Kempten. Gerhard Homann hatte den Cousin seiner Frau in Gefangenschaft kennengelernt und so trafen sich Elfriede und Gerhard Homann am 11. Juni 1945 erstmals, wie sie sich noch genau erinnern. Am 27. März 1946 läuteten dann die Hochzeitsglocken in der Klosterkirche St. Anton.

Das Ehepaar ist innerhalb Kemptens fünfmal umgezogen, seit 45 Jahren wohnt es nun aber schon in der Lindauer Straße neben dem Hildegardis-Gymnasium. Elfriede und Gerhard Homann haben zwei Töchter, von denen eine leider schon verstorben ist, zwei Enkel und zwei Urenkel.

Das große Hobby der beiden war das Reisen. „Es gibt kein Land Europas, in dem wir nicht waren“, erzählt der gelernte Elektromaschinenbauer, der nach dem Krieg 40 Jahre beim AÜW arbeitete. Von 1956 bis 1970 waren er und seine Frau mit Zelten unterwegs, von 1971 bis 1993 mit Wohnwägen und von 1994 bis 2005 mit Wohnmobilen. Besonders beeindruckend fand er die Reise 1976 nach Rumänien. Die letzte Reise ging 2005 nach Südfrankreich. „Dass wir so viel am Meer waren, hat uns immer gut getan“, sagt Elfriede Homann. „Dafür haben wir auf anderes verzichtet.“ Schade findet sie es, dass sie seit 2005 nicht mehr ans Meer gekommen sind. Die Möglichkeit hätten sie zwar gehabt – Tochter und Ehemann hätten sie gefahren –, aber ein Urlaub im Hotel kam für beide nicht in Frage.

Über den Besuch von Bürgermeisterin Knott freuten sich beide sehr. Sie habe früher unter der Fittiche von Gerhard Homann am AÜW-Stand auf der Festwoche gejobbt, erzählt Knott. Die Feier mit 44 Gästen, unter denen auch Freunde aus der Schweiz und der Niederlande waren, fand im Hotel der Nichte in Langenwang bei Fischen statt.

Melanie Weidle

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