Gottesdienste ab dem 4. Mai wieder möglich

So laufen Gottesdienste künftig ab

+

Kempten - Das Bistum Augsburg hat am Mittwoch gemeinsam mit den (Erz)-Bistümern der Freisinger Bischofskonferenz ein mit der Bayerischen Staatsregierung abgestimmtes Schutzkonzept für die öffentliche Feier von Gottesdiensten vorgelegt. „Wir sind glücklich, dass Gottesdienste ab dem 4. Mai wieder stattfinden dürfen“, erklärte der Dekan und Stadtpfarrer von Kempten-St. Anton, Bernhard Hesse, dazu. Für viele Gläubige seien die vergangenen Wochen ohne heilige Messe sehr einschneidend gewesen. Es sei nun eine große Freude für ihn, künftig wieder gemeinsam mit ihnen Eucharistie feiern zu können.

Der Apostolischer Administrator und ernannte Bischof von Augsburg Dr. Bertram Meier betonte in seinem Schreiben an die Pfarreien: „Dabei ist die Kirche natürlich weiterhin verpflichtet, die Gesundheit aller Gottesdienstteilnehmer zu schützen. Deshalb werden die gottesdienstlichen Versammlungen, so gestaltet, dass die Gefahr der Ansteckung mit dem Covid-19-Virus maximal vermieden wird.“

Für die einzelnen Pfarreiengemeinschaften im Dekanat Kempten ergeben sich daraus wichtige Bestimmungen: In St. Anton können unter Einhaltung der gesetzlichen Abstandsregeln maximal 75 Gläubige am Gottesdienst teilnehmen. Jede zweite Kirchenbank bleibe daher gesperrt, pro offener Bank dürfen maximal drei Personen Platz nehmen. Ausnahme seien Familien, die sich auch mit mehr Personen in eine Bank begeben können. Eine ähnliche Regelung besteht auch in der Basilika St. Lorenz. Hier finden in jeder Bank zwei Personen Platz, Ausnahmen seien Familien oder Ehepaare, erklärt der dortige Pfarrer Dr. Bernhard Ehler. Sowohl in St. Lorenz als auch in St. Anton gebe es eine Eingangskontrolle mit Zählkarten. Sollte ein Gottesdienst die Maximalzahl erreicht haben, müsse auf den nächsten ausgewichen werden. Jeder Gottesdienstteilnehmer müsse eine mitgebrachte Mund-Nase-Bedeckung tragen. In St. Anton werden ab 4. Mai dann auch die Rosenkränze, Andachten und Lobpreis-Abende in die Klosterkirche verlegt, auch die Ewige Anbetung werde tagsüber nach dem Morgengebet ab ca. 7.50 Uhr in St. Anton sein. Erst nach dem abendlichen Rosenkranz oder anderen abendlichen Gottesdiensten werde das Allerheiligste zur Nachtanbetung in die Kapelle der Göttlichen Barmherzigkeit umgesetzt. Auch hier müssten selbstverständlich die Abstandsregeln beachtet werden, betonte Dekan Hesse.

In der Pfarreiengemeinschaft Kempten-West wird darum gebeten, nicht zum Gottesdienst zu erscheinen, sollte man Symptome bemerken, die denen einer Corona-Infektion ähneln. Wer am Sonntagsgottesdienst teilnehmen will, soll sich entweder telefonisch unter 512680 von Montag bis Freitag zu den Öffnungszeiten: Mo – Fr 09.30 – 11.30 und Mo – Mi 14.30-16.30 oder per Email st.hedwig.kempten@bistum-augsburg.de (aber nur bis Donnerstag) anmelden. Sie erhalten am Telefon direkt oder per Email spätestens am nächsten Tag die Rückmeldung, ob Sie bei den beschränkten Plätzen in der Kirche Platz finden bzw. in welcher unserer vier Kirchen noch Plätze frei sind. Ob längerfristig die Anmeldung erforderlich ist, wird sich zeigen. Wir möchten vermeiden, dass sie umsonst kommen, wenn in der Kirche die zahlenmäßig stark begrenzten Plätze schon besetzt sind. Für Werktagsgottesdienste und Maiandachten sind Anmeldungen nicht erforderlich.

Informationen zu Gottesdiensten finden die Gläubigen auf der Homepage ihrer jeweiligen Pfarrei sowie im Gottesdienstanzeiger. Folgende Bestimmungen gelten für Gottesdienste ab dem 4. Mai: 

• Die sonntägliche Eucharistiefeier darf vorerst nur in den zwei größten Kirchen einer Pfarreiengemeinschaft stattfinden. 

• Die erlaubte Höchstzahl der Gläubigen bemisst sich nach den jeweiligen Verhältnissen vor Ort. 

• Gottesdienstbesucher müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 

• Gemeindegesang ist in sehr reduzierter Form möglich, das eigene Gotteslob ist mitzubringen. Chorgesang ist nicht erlaubt, Solisten- und Scholagesang hingegen schon. Kleine Instrumentalensembles dürfen die Gottesdienste ebenfalls musikalisch begleiten, solange keine Blasinstrumente darunter sind.

• Ordner achten auf geordnetes Betreten und Verlassen. 

• Die Gottesdienstbesucher müssen einen Mindestabstand von zwei Metern zueinander einhalten. 

• Die Gottesdienstdauer darf 60 Minuten nicht überschreiten. 

• Das Bistum empfiehlt, zunächst auf die Kommunionausteilung zu verzichten. In einem zweiten Schritt soll dann ab Christi Himmelfahrt, also den 21. Mai, die Kommunionspendung unter Einhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen überall stattfinden.

kb/pdke

Auch interessant

Meistgelesen

Kinder präsentieren Masken ihres vhs-Workshops
Kinder präsentieren Masken ihres vhs-Workshops
Autofahrerin übersieht Motorradfahrer
Autofahrerin übersieht Motorradfahrer
Bitte nicht auf Bahnanlagen!
Bitte nicht auf Bahnanlagen!
Von der Straße abgekommen und gegen Baum geprallt
Von der Straße abgekommen und gegen Baum geprallt

Kommentare