Stadtbild verschandelt

Graffiti und Müll in Isny: Zweitausend Euro Belohnung für Hinweise

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Graffiti an den Arkaden beim Wassertor

Isny - Kaum eine Wand an öffentlichen Gebäuden, an der nicht Graffitis oder irgendwelche Parolen angebracht werden. Wo eine freie Fläche ist, ob Parkhaus oder Arkaden, wird gesprüht und gemalt. Selbst vor historischen Gebäuden machen die Schmierfinken nicht halt. Und auch Privatgebäude sind nicht davor gefeit, verschandelt zu werden. Außerdem sind in letzter Zeit an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet vermehrt Müllablagerungen zu beobachten. Der Wehrgang wird gar zur Verrichtung der Notdurft missbraucht. Die Stadt, und damit alle Bürgerinnen und Bürger, müssen für das Entfernen der Schmierereien und das Einsammeln und Entsorgen der Hinterlassenschaften jährlich viele Tausend Euro aufwenden. Geld, das an anderer Stelle und für wichtige Zwecke fehlt.

Dass die Bürger nicht immer alles mitbekommen, liegt daran, dass der Baubetriebshof ständig damit beschäftigt ist, für Ordnung zu sorgen. „Einheimische und Gäste sollen sich wohlfühlen. Isny ist Tourismusort und dazu gehört zwingend ein sauberes Erscheinungsbild“, so Bürgermeister Rainer Magenreuter. 

Graffitis und Schmierereien zu entfernen ist aufwändig und teuer und muss von Fachfirmen ausgeführt werden. Das Beseitigen von Müll und Dreck bindet viel Arbeitszeit der Mitarbeiter im Baubetriebshof. In der Folge können dort wichtige Aufgaben nicht erledigt werden. Ganz abgesehen davon, dass es nicht zu den Aufgaben von städtischen Mitarbeitern gehören sollte, die Notdurft von anstandslosen Mitmenschen zu beseitigen. „Die Stadt ist nicht bereit, dieser Entwicklung tatenlos zuzusehen und steht dazu in engem Kontakt mit dem Polizeiposten Isny“, so Magenreuter. 

Nach Lage der Dinge ist bei den Graffitis von verschiedenen Tätern auszugehen. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. 

„Offensichtlich ist den Verursachern nicht bewusst, dass sie eine Straftat begehen. Wenn sie erwischt werden sind nicht nur die Kosten für die Beseitigung fällig, sondern es droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren – im Fall einer Gemeinschädlichen Sachbeschädigung sogar drei Jahre.“, erklärt der Leiter des Polizeipostens Isny Ulrich Adler. 

Im Fall des Hakenkreuzes am Friedhof St. Joseph liegt der Fall anders, hier ist sogar der Staatsschutz eingeschaltet worden. Bürgermeister Magenreuter fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, mitzuhelfen, die Verursacher dingfest zu machen, damit sie für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden können. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen, hat die Stadt Isny für die Graffitfälle eine Belohnung von insgesamt 2.000 Euro ausgelobt. 

Wer Beobachtungen gemacht hat oder auch künftig Sachbeschädigungen mitbekommt, wird gebeten, sich beim Polizeiposten Isny, Telefon 07562/976550, zu melden. Hinweise werden auch beim Ordnungsamt im Rathaus, Telefon 07562/984119, entgegengenommen.

kb

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