Große Spielfreude

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Konzert mit Rainer von Vielen im APC. Foto: Tröger

Körper mit wild um sich schwingenden Armen und Beinen versus Zuhörer, die auf Stühlen, römischen Mauerresten oder an Stehtischen verteilt genussvoll-konzentriert lauschten, was Rainer von Vielen und seine Band „Kauz“ bei ihrem gut zweistündigen Auftritt boten. Es war ein „Heimspiel“ mit grandiosem Ergebnis.

Wie schon drei Jahre zuvor, begeisterte die in den letzten Jahren zu angesagten Musikern avancierte Truppe vergangene Woche beim APC-Sommer quer durch die Generationen. „Ausverkauft“ hieß es deshalb auch im Tempelbezirk, der – Dank eines Stelldicheins der heuer eher spärlichen lauen Sommernächte – die stimmungsvolle Konzertkulisse gab. Kehlkopfgesänge, Break-Beats, Jodelklänge, Technoelemente, explodierende Rhythmen, schmeichelnde Melodien – emotional, surreal, mitreißend, fundamental, kritisch, humorvoll, eigenwillige Wortkonstruktionen brachten den Ort und die Konzertbesucher zum Beben. Lange hielt es die Tanzwilligen jedenfalls nicht auf den Plätzen, viele von ihnen wohl eingefleischte Fans, die das Konzert unhörbar mitbestritten. Abruptes Ende Mit offensichtlicher Spielfreude sorgten Rainer von Vielen mit seinem Gesang und Akkordeon als Markenzeichen, Schlagzeuger Nico Lai, Gitarrist Mitsch Oko und Bassist Dan Le Tard für ordentlich Stimmung. Ob ältere Stücke, wie „Plan X“, „Sandbürger“, „Die Wahrheit ist ein Virus“, oder solche wie „Asche zu Asche“ oder „Die Illusion“ vom aktuellen Album „Milch & Honig“ – der Spannungsbogen hielt bis zum Schluss. Und wer weiß, wie lange das Konzert gedauert hätte, wenn nicht der Besuch der Kemptener Polizei ein wohlgemerkt auf allen Seiten verständiges, aber eben doch auch abruptes Ende gesetzt hätte. Ein rundum gelungener Abend im APC war es allemal.

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