SPD-Kreisverband wählt neuen Vorstand

Kemptener Genossen im Ude-Fieber

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Der neue Vorstand: Manfred Pfau (v.l.), Ilknur Taghanli, Katharina Schrader, Ingrid Vornberger, Siegfried Oberdörfer.

Kempten – Im Kern und zumeist einstimmig bestätigt geht der SPD-Kreisvorstand mit Katharina Schrader als Vorsitzende in seine nächste zweijährige Amtszeit.

In ihrem kurzen Grußwort als Kandidatin für die Wahlen zum Bundestag gab sie der Hoffnung Ausdruck, dass es mit Ilona Deckwerth gelingen wird ein weiteres SPD-Landtagsmandat für das Allgäu zu erlangen. Ein weiterer Sitz im Landtag sei das vorrangige Ziel bei den anstehenden Wahlen 2013. Ein solcher Erfolg sei eine gute Vorlage für die Kommunalwahlen 2014. Schrader kündigte an, mit den sozialen Themen gesetzlicher Mindestlohn, Begrenzung der Mietkosten und Mietwohnungsbau sowie verlässliche Rentenpolitik sich im Bundestagswahlkampf zu engagieren, um einen möglichen Regierungswechsel in Berlin zu erreichen. „Auch wenn Kompromisse das politische Handeln bestimmen, besser als der Kuhhandel und Lobbyismus für kleine Interessengruppen, wird die SPD es allemal machen“, so Schrader. Regina Liebhaber als Kandidatin für den Bezirkstag hob dessen Bedeutung für die Region mit den Arbeitsfeldern Bezirkskrankenhäuser, Hilfen für Menschen mit Behinderung, Gestaltung der Inklusion, Jugend- und Kulturarbeit mit den Bildungsstätten hervor. Der Jahresetat des Bezirkes umfasst 560 Millionen Euro€, wird zu 90 Prozent für soziale Aufgaben verwendet und ist für 450 000 junge Menschen zuständig. Da ist viel zu bewegen und sie wolle gerne mitwirken, erklärte die Stadträtin. Zudem hat das Ude-Fieber sie gepackt, „es macht wieder Spaß, sich raus zu trauen“. Vor den Rechenschaftsberichten zum Jahr 2012 bedankte Katharina Schrader sich für die Arbeit von Siegfried Wehrmann als Stadtrat mit einer Flasche italienischem Rotwein, „an der die Maffia garantiert nicht partizipiert habe“. Sie betonte die gute Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen, der Fraktion und dem Unterbezirk. Eigenständig wurde die Veranstaltungsreihe „Im Blickpunkt“ erfolgreich mit guten Inhalten zu den Themenfeldern Kinderbetreuung und Europa gestartet. Zudem gab es Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, wie jetzt beim Volksbegehren gegen die Studiengebühren. 

 Dienstleister der Bürger 

Ludwig Frick, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, betonte, dass sich die Fraktion als Dienstleister für die Bürger der Stadt und für den Kreisverband sehe. Viele Anregungen seien in Anträge gefasst und in die Diskussion im Stadtrat eingebracht worden, unter anderem zuletzt Burghalde, Brennergasse, Bürgerpark in St.-Mang. Eingehend auf die Haushaltsberatungen hob er hervor, dass er bereits in seiner Haushaltsrede zum Haushalt 1992 den Ausbau des Angebots der Krippenplätze – damals gab es 18 in der Stadt – gefordert habe. Jetzt werden es zum Herbst 595 sein und die Stadt die Vorgabe der Bundesregierung erfüllen. Er habe betont, nach Ansicht der SPD wird dieses Angebot nicht reichen. Dringend sei außerdem der Mietwohnungsbau zu vertretbaren Preisen. Gegen notorische Neinsager im Stadtrat zur Nordspange und zum Wohnungsbau auf der Halde wandte er sich mit dem Vorwurf, dass diese eine notwendige Entwicklung in Kempten verhindern. Dieser Ausbau sei nachhaltig, nicht deren Verhinderung. In der Aussprache wurden einige Verkehrssituationen in St.-Mang angemahnt. 

Schrader bestätigt 

Der Vorstand wurde einstimmig durch die Anwesenden entlastet. Katharina Schrader wurde als Vorsitzende einhellig in ihrer Funktion bestätigt. Manfred Pfau und Siegfried Oberdörfer wählte die Versammlung zu stellvertretenden Vorsitzende, Ilknur Taghanli zur Kassiererin und Ingrid Vornberger zur Schriftführerin. Günter Reng wurde als Beisitzer neu gewählt, Regina Liebhaber und Ute Kosak bestätigt. Die ASF vertritt Ingrid Jähnig und die Jusos werden durch Romy Scheuer und Sebastian Abele vertreten. Neue Revisoren sind Silvia Buchwald und Siegfried Wehrmann. kb

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