Im Großen und Ganzen zufrieden

„Überschießendes Wasser“ der Sulzberger Ach bereitet einigen Bürgern Sorgen. Foto: laz

Drei Tage nacheinander, also Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist Bürgerversammlung in Sulzberg, Moosbach und Ottacker: So sind es die Bürger der Marktgemeinde seit vielen Jahren gewöhnt. Jetzt war es wieder so weit. Das große „Knallerthema“ blieb zwar aus, aber dennoch wird es Bürgermeister Thomas Hartmann und seine 16 Gemeinderäte keineswegs kalt lassen, was da an Wünschen und Anregungen von den Bürgern vorgetragen wurde.

So meinten einige Bürger, dass das geplante zweite Hochwasserrückhaltebecken östlich von Sulzberg „über flüssig“ sei. Der Rathauschef entgegnete mit dem Argument des Wasserwirtschaftsamtes: Das geplante Becken befinde sich inmitten des Gebietes, das zum größten Oberflächenwasser-Areal der Sulzberger Ach gehöre. „Überschießendes Wasser“ meldeten auch Bewohner im Bereich Steingaden. Rohrbrüche machen dort zu schaffen. Falls weitere auftreten, müsse die Gemeinde wohl eine Sanierung des Leitungsnetzes ins Auge fassen, so Bürgermeister Hartmann. Er unterstrich auch die Notwendigkeit, den Gewerbepark neben der A980 zu erweitern, denn entgegen der Meinung eines Bürgers sprach der Rathauschef von „weiteren ernsthaft ansiedlungswilligen Unternehmen.“ Bessere Straßen Und was wünschten sich die Bürger in Moosbach? Beispielsweise eine Sanierung der Kreisstraße OA11 zwischen Moosbach und Untergassen. Abhilfe werde hier schon dieses Jahr geschaffen, wie Gemeindeoberhaupt Thomas Hartmann mitteilte. Gewünscht wurde außerdem eine Überwachung der Geschwindigkeitsbegrenzung bei Raichen (60 km/h). Dort gibt es auch Einwände gegen einen gewerblichen Neubau. Ein Mehr an Allgäuer Baustil hätte sich auch Hartmann gewünscht, doch er betonte, dass es hier um nicht störendes Gewerbe gehe. Bedenken äußerten Bürger wegen der „neuen, doppelt so großen Straßenschilder“. Diese will ein Betroffener direkt vor seinem Anwesen nicht zulassen, für einen anderen passen auch „große Tourismusschilder nicht in die Landschaft.“ Es gabt auch viel Lob für die Gemeinde, vom hilfsbereiten Bauhof bis zur guten Schneeräumung. Wunsch nach Breitband Lob gab es außerdem für die Unterstützung der Kirchenrenovierung in Ottacker. Bei der dortigen Bürgerversammlung dominierte im Wesentlichen ein Wunsch: die Verbesserung der Breitband-Versorgung („Die Gemeinde wird sich dafür mit Nachdruck einsetzen“, so Hartmann). Kritisiert wurde ferner, dass Schüler wegen nicht ausreichender Schneeräumung auf der Kreisstraße gehen würden. Der Bürgermeister will deswegen mit den Verantwortlichen des Landkreises sprechen. Hartmann wies jedoch darauf hin, dass die Sicherheit der Kinder auch Elternsache sei. So könne gerade in der lichtarmen Jahreszeit durch Leuchtjacken und reflektierende Armbänder zusätzliche Sicherheit erreicht werden.

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