"Großer Erfolg dank Bündnis"

Alles beim Alten am Riedberger Horn? Bund Naturschutz freut sich über die Wiederherstellung des Alpenplans

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Erst einmal scheint Ruhe eingekehrt am Riedberger Horn.

Landkreis – Der Bund Naturschutz ist über die Rückführung der Schutzzone C am Riedberger Horn erfreut und sieht sie als Erfolg eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses. Gleichzeitig mahnt der Verein angesichts des Klimawandels Konsequenzen für den Tourismus in den Alpen.

„Wir freuen uns, dass die Alpenplan-Ruhezone am Riedberger Horn wieder hergestellt werden soll. Das Riedberger Horn ist zum Symbolberg der Natur- und Umweltschutzbewegung geworden und die Rücknahme zeigt einmal mehr, dass sich Widerstand in breiten zivilgesellschaftlichen Bündnissen lohnt“, sagt Landesvorsitzender Richard Mergner. Nun sei ein grundsätzlicher Wandel beim Alpentourismus nötig. Dazu gehöre auch eine Korrektur der Tourismusförderpolitik. „Gefördert werden darf nur noch ein Ganzjahrestourismus, der an den Klimawandel angepasst ist. Schneekanonen und Speicherbecken für Kunstschnee dürfen nicht mehr über Steuergelder unterstützt werden“, so Mergner. Und Michael Finger fordert für den Bund Naturschutz Kempten-Oberallgäu, dass die Schutzzone C am Riedberger Horn zeitnah wieder eingerichtet werden müsse, damit die Skischaukel „glaubhaft vom Tisch ist“.

„Der deutliche Widerstand vor Ort konnte bis in die Landeshauptstadt getragen werden. Bund Naturschutz, Freundeskreis Riedberger Horn und LBV haben gezeigt, dass die Menschen den Klima- und Naturschutz sehr ernst nehmen und nicht bereit sind, eine Entscheidung gegen Schutzgebiete zugunsten touristischer und wirtschaftlicher Interessen hinzunehmen“, fügt Julia Wehnert vom Bund Naturschutz Kempten-Oberallgäu hinzu. Man werde weiterhin für eine nachhaltige ökologische Entwicklung in Grasgehren eintreten.

Verblüfft zeigt sich der Sprecher des Freundeskreis Riedberger Horn: „Wir sind überrascht, da die Staatsregierung noch bis kurz vor der Landtagswahl eine andere Position vertreten hat. Aber wir freuen uns natürlich, denn der Alpenplan in seiner ursprünglichen Form ist die einzige wirkliche Garantie dafür, dass die Skischaukel am Riedberger Horn für immer vom Tisch ist. Nun warten wir also auf die tatsächliche Umsetzung dieser Ankündigung im Koalitionsvertrag und werden ordentlich feiern, wenn es dann so weit ist. Schließlich zeigt sich hier ja auch, was möglich ist, wenn man sich aktiv für seine Überzeugungen einsetzt und auch mal unbequem ist. Unseren zahlreichen Unterstützern möchten wir daher ein riesiges Dankeschön aussprechen.“

Simon hofft, dass die geplante Modernisierung im Skigebiet Grasgehren tatsächlich möglichst überschaubar und naturnah abläuft. „Und vielleicht finden die vielen Millionen Euro, welche den betroffenen Gemeinden quasi als ‚Entschädigung‘ versprochen wurden, zumindest zum Teil auch ihren Weg in die restliche Region. Das wäre besonders den Gemeinden, welche schon seit Jahren aus eigenem Antrieb einen ökologisch nachhaltigen Weg verfolgen, einfach zu wünschen und ist letztlich auch eine Frage der Gerechtigkeit.“

kb

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