Altstadtsanierung: Stadt Isny will künftig nur noch mit zwei Investoren weiter planen

Da waren es nur noch zwei

+
Ein volles Haus wie hier am Montagabend vergangener Woche ist ein untrügliches Zeichen für das große Interesse am Thema Sanierung der südlichen Altstadt.

Isny – In der heutigen Zeit gleich drei Investorengruppen vorstellen zu können, die im ersten Teil der Sanierung im Bereich Altstadt-Süd zum Zuge kommen wollen, ist für Stadtentwicklungsleiter Claus Fehr ein Grund zur Freude.

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am vorvergangenen Montag im großen Saal des Kurhauses hatten die drei Gruppen jetzt noch einmal Gelegenheit, ihre erweiterten Pläne vorzustellen. 

Das hatten sie zwar im Vorfeld schon bei verschiedenen Anlässen machen können. Nach der Information des Gemeinderats und der Bürgerinformation in der Neuen Mensa war dann aber zunächst eine Phase der Neuorientierung angesagt. In dieser sollten die Investoren in Absprache mit dem Isnyer Gestaltungsbeirat und der Stadtverwaltung die Investoren ihre ersten Entwürfe modifizieren. 

Zwei der Interessenten haben das auch erfolgreich getan und so war es durchaus angebracht, dass zur öffentlichen Gemeinderatssitzung die Zuhörer so zahlreich erschienen waren. Den Anfang machte die IVG GmbH/BreFa GmbH Gruppe. Hier hat sich durchaus etwas geändert. Während bisher am innerstädtischen Standort ein Lebensmittelmarkt angesiedelt werden sollte, ist der nun ganz vom Tisch und auf der Ecke des Kurringer Areals ist Gastronomie geplant. Die Verantwortlichen sind da schon recht weit vorgeprescht und haben mit der Meckatzer Brauerei eine Übereinkunft getroffen, dass sie in das Projekt einsteigen würden. Da geht es um die Einrichtung und Gestaltung, für den Betrieb soll ein Pächter gefunden werden. 

Problem Marktplatz 

Die Fassadengestaltungen der hinteren Häuser ist auch differenzierter ausgestaltet worden und noch immer muss man hier betonen: Das sind keine Baupläne, sondern Gestaltungsvorschläge, die – wer auch immer den Zuschlag erhält – erst nach dem 31. März endgültig den Anforderungen angepasst werden sollen. Alles andere wäre finanziell viel zu aufwendig. IVG/BreFa werden weiter mitmachen. Als zweiter Investor ist Eberhard Riedmüller zusammen mit der K&S GmbH dabei. Auch hier haben sich die Pläne etwas geändert. An der Barfüßer Hausbrauerei im Untergeschoss und dem Hotel in der ersten Etage werde sich nichts ändern und von Tagungsräumen in der zweiten Etage ist nun nicht mehr die Rede. 

Was allerdings gleich geblieben ist, ist der Anspruch auf eine Bestuhlung mit 200 Plätzen im Außenbereich und damit ein massiver Einschnitt in die Nutzbarkeit des Marktplatzes – vor allem auch, nachdem unabhängig davon auch weiterhin die Durchfahrt mit stark reduzierter Geschwindigkeit gestattet sein soll (siehe Verkehrskonzept der Stadt Isny). Eberhard Riedmüller ist der festen Meinung, das sich der Betrieb nur lohnt, wenn diese Vorgabe erfüllt wird. 

Der dritte Anbieter hatte schon bei der Vorstellung in der Mensa geschwächelt und ist dort von Prof. Sebastian Zoeppritz vom Gestaltungsbeirat vorgestellt worden. Auch jetzt war es wieder so: Sebastian Zoeppritz konnte keine Änderungen in den Plänen feststellen und der Gemeinderat folgte schließlich dem Vorschlag einiger Sprecher, die Zusammenarbeit mit Co Ord Plan sofort zu beenden. Das erweitert den Spielraum für die Verhandlungen mit den anderen, die vorher eingeplante Woche bis zur Entscheidung für nur noch Zwei ist damit vom Tisch.

Manfred Schubert

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet

Kommentare