Alle Entwürfe präsentiert

Qualitätsvolle Wohnbebauung

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Konnten mit ihrem Entwurf überzeugen und erhielten den ersten Preis dafür: (v.l.) Peter Scheller, Architekt BDA und Stadtplaner von Palais Mai, mit Landschaftsarchitekt Jürgen Huber.

Kempten – Sie hatten Anziehungskraft, die 20 Arbeiten, die im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs für die Bebauung des ehemaligen Klinik-Geländes in der Memminger Straße eingereicht wurden.

Anfang der Woche konnten die „komplett unterschiedlichen“, in der „Qualität durchgängig sehr guten“ Vorschläge, wie Baureferentin Monika Beltinger meinte, begutachtet werden, was zahlreiche Anwohner, Architekten, Mitarbeiter des Hospizes und einfach Interessierte wahrnahmen.

Die fünf besten Entwürfe wurden von ihr näher vorgestellt und prominent im Foyer des Gebäudes „S4“ An der Stadtmauer mit Plänen und Modellen präsentiert. Die restlichen 15 Modelle reihten sich im Tagungsraum aneinander und boten interessante Vergleichsmöglichkeiten. Einige erinnerten an Kasernen, in einer strengen Variante sogar an einen Gefängniskomplex, andere Entwürfe waren wegen ihrer zu engen Bebauung mit nur wenigen Grünflächen dazwischen nicht in die engere Wahl gekommen. Denn wie Beltinger erklärte, lag der Fokus der Jury auf der Wohnbebauung, unabhängig von den erarbeiteten Lösungen für das Allgäu-Hospiz.

Starke Detailwirkung

Interessant in der direkten Gegenüberstellung der Entwürfe war, wie stark die Wirkung von einem verhältnis- mäßig kleinen Detail sein kann, zum Beispiel der Umgang mit dem Raum vor der Friedhofskapelle. Die Entwürfe, die hier Freifläche statt Bebauung zeigten, waren bei den Betrachtern eindeutig im Vorteil. So auch der Siegerentwurf (der Kreisbote berichtete) für rund 9350 Quadratmeter Wohnfläche, auf der laut Beltinger „locker 100 Wohneinheiten entstehen können“, des Münchner Architekturbüros Palais Mai mit den Freisinger Landschaftsarchitekten Grabner + Huber, der nicht nur bei der Jury gut ankam.

Wie berichtet haben die Sozialbau Kempten und das Sozial-Wirtschaftswerk (SWW) Oberallgäu für die Wohnbebauung die „Stiftsstadt Wohnen GbR“ gegründet. Sozialbau-Chef Herbert Singer erläuterte, dass zwar überwiegend der Bau von Eigentumswohnungen angedacht sei, auch da die SWW kein Interesse daran habe, ihren Mietwohnungsbestand auf die Stadt Kempten auszudehnen. Aber „in der Größenordnung um die 25 Prozent des gesamten Angebots“ habe die Sozialbau den Bau von Mietwohnungen vorgesehen.

Zwei Tiefgaragen

Entstehen soll eine Mischung aus Eineinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen sowie eine Tiefgarage für die Anwohner. Dass ebenso Besucherparkplätze – auch für die Friedhofs- besucher entstehen müssen, stand für Singer außer Frage. Eine weitere Tiefgarage soll darüberhinaus dafür sorgen, dass die künftigen Mieter nicht auf einen Autopark blicken müssen. Die allerdings betrifft das denkmalgeschützte ehemalige Klinikgebäude mit dem Waschhaus, die von der Millenium Development Immobiliengesellschaft erworben wurden.

Christine Tröger

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