Grundschule Haldenwang wird 30

Alle Kinder wirken mit beim "Jim Knopf"-Musical

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Traditionsbewusst und dabei trotzdem modern – so präsentierten die Haldenwanger ihre kleine „Wohlfühlschule“.

Zum 30-jährigen Jubiläum der Grundschule Haldenwang haben Schulleitung, Lehrerschaft, Eltern und alle Kinder gemeinsam ein Mammutprojekt auf die Beine gestellt: In monatelanger Vorbereitungszeit wurde ein Musical einstudiert, bei dem alle 179 Schülerinnen und Schüler mitmachten.

Letzte Woche präsentierten sie das aufwändige Stück in mehreren Vorstellungen den stolzen Eltern, Angehörigen und vielen Senioren des Dorfes. Die Zuschauer waren beeindruckt und bezaubert - und belohnten die kleinen Mimen und Organisatoren mit stehenden Ovationen.

„Jim Knopf und Lukas auf der Suche nach der schönsten Schule“, hieß das Musical, das Brigitte Schmid-Brunk, eine der Lehrerinnen der Grundschule, eigens für das Jubiläumsjahr verfasst hatte. Doch bevor sich der rote Vorhang öffnete, blickte Schulleiterin Rita Heubuch im voll besetzten Spoze noch auf die Geschichte des Hauses zurück. Vor dem Bau der Schule seien die Schüler der Gemeinde in acht Klassen auf drei Häuser an zwei Standorten verteilt gewesen. 

Als dann der Beschluss stand, ein neues Schulhaus für alle zwischen Börwang und Haldenwang zu bauen, habe der damalige Direktor Hubertus Kretschmer ganz viel Herzblut, „pfiffige Ideen und seine langjährige pädagogische Erfahrung“ in die Planungen eingebracht. „Wir waren der Zeit weit voraus mit unserer Schule, die nicht nur schön aussah, sondern bei der auch auf die Verwendung schadstoffarmer Materialien geachtet wurde – das war damals nicht üblich, zumal es teurer war.“ Apropos teuer: Der Bau der Schule hatte seinerzeit sieben Millionen D-Mark gekostet. Laut Auskünften eines Experten würde das Projekt heute mit 10-12 Millionen Euro zu Buche schlagen, so Rita Heubuch. Das Schulhaus genüge noch heute den Ansprüchen an einen modernen Unterricht und werde dank der großen Unterstützung seitens der Gemeinde kontinuierlich auf Vordermann gehalten. Nachdem Bürgermeister Josef Wölfle gesprochen und allen Schulkindern für ihre großen Mühen ein Eis versprochen hatte, durften diese in Aktion treten.

Die jungen Schauspieler, Tänzer, Sänger und Musikanten entführten die Zuschauer mit ganz viel Spielfreude und Selbstsicherheit nach Lummerland. Von dort aus machten sich Jim Knopf, Lukas der Lokomotivführer und der Fotograf Herr Ärmel auf den Weg um die Welt, um die schönste Schule für Jim Knopf zu finden – denn dieser wollte endlich Lesen und Schreiben lernen. Dabei bestanden die Drei manches Abenteuer: Sie begegneten Piraten, Indianern und einem menschenfressenden Riesen und wurden im Tal der tausend Stürme sogar Zeugen eines wilden Gespenstertanzes. Doch weder die Schule in Schokolandia, in der alles aus Schokolade ist („Wir essen unsere Bücher auf – dann wissen wir auch, was drin ist!“), noch die chinesische Akrobatenschule mit ihrer beeindruckenden Vorführung begeisterten die Reisenden so sehr, wie die Grundschule Haldenwang, an der sie zuletzt Station machten und bei der Jim Knopf rief: „In diese supertolle Mega-Schule will ich gehen!“

Das Publikum – darunter auch zahlreiche Ehrengäste wie etwa der Ehrenschüler der Schule, Landrat Anton Klotz, war begeistert. Neben langanhaltendem Applaus spendeten die Zuschauer auch großzügig für das Projekt „Von Herz zu Herz e.V. – Hilfe die ankommt“, damit, wie Rita Heubuch bat, „auch die Kinder in Südafrika eine schöne Schule bekommen.“

Sabine Stodal

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