Großes Tortenstück fürs Theater

Kemptener Messe- und Veranstaltungsbetrieb kalkuliert für 2020

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Kempten – Insgesamt soll das Ergebnis des Messe- und Veranstaltungsbetrieb mit einem Minus von rund 2,5 Millionen Euro für 2020 um rund 27.000 Euro schlechter ausfallen als im Jahr 2019. Das Stadttheater hat daran einen großen Anteil.

Hier stehen nächstes Jahr größere Ausgaben an. Weil für die Zentrale der Elektroakustischen Anlage (ELA) zur Notfallalarmierung nun kein Anbieter mehr auf dem Markt ist, der für eine Wartung sorgen könnte, muss die Anlage für 80.000 Euro ausgetauscht werden. „Hinzu kommen neue Normen, die ebenfalls einen Tausch nötig machen“, erklärte im letzten Werkausschuss der technische Leiter des Eigenbetriebs Ulf Klüpfel. 

Für den Steinway-Flügel steht eine Generalsanierung in Höhe von 35.000 Euro an und das Steuerpult für die Bühnenmaschinerie muss für 15.000 Euro ausgetauscht werden. Insgesamt liegt das veranschlagte Minus des Stadttheaters bei rund 1,7 Millionen Euro (geplant 2019: 1,5 Millionen Euro). Investiert wird 2020 nicht nur in Ersatzbeschaffungen, sondern auch in ein Konzertzimmer (90.000 Euro). 

„Auf einem richtig guten Weg“ sieht Geschäftsführerin Martina Dufner-Wucher dagegen den Weihnachtsmarkt. Hier steigen die Erlöse. 

Ein Wermutstropfen, der Stadtrat Peter Wagenbrenner gar nicht gefiel: Für die Weihnachtsmarkt-Hütten muss genauso wie für Festwochengegenstände ein Lager in der Ari-Kaserne angemietet werden. „Jetzt geben wir jährlich insgesamt 40.000 Euro für die Lagerung von Gegenständen aus?“, fragte er. „Da bau ich doch selber ein Lager auf städtischem Grund in billiger Bauweise!“ 

Oberbürgermeister Thomas Kiechle beschwichtigte und erklärte, dass es Lagermöglichkeiten in der Riederau gebe, sobald dort die Bautätigkeiten beginnen. Ansonsten ist es 2020 an der Zeit, die Lichterketten des Weihnachtsmarktes auszutauschen, die auch als Sicherheitsbeleuchtung dienen (80.000 Euro). 

„Als Investition haben wir auch 105.00 Euro für neue Weihnachtsmarkt-Hütten eingestellt“, kündigte Dufner-Wucher an. Das Geld werde aber nur abgerufen, falls sich eine heuer zur Probe angemietete Hütte bewähre. Ebenfalls zufrieden zeigte sich Dufner-Wucher über den Wochenmarkt, wo die Gebührenerhöhungen nun zu einem ausgeglichenen Ergebnis führen. 

Die Markthalle sei hier teils miteinkalkuliert, wo es wie bei Allgäuhalle und Residenz keine großen Veränderungen geben werde. Wie jedes Jahr muss bei der Markthalle durch die Instandhaltungen mit einem Minus von rund 50.000 Euro gerechnet werden. Die Parkraumbewirtschaftung an der Allgäuhalle führt zu einem Plus von rund 92.000 Euro. Und in der Residenz sind es hauptsächlich die Personalkosten, die 2020 das Minus von rund 40.000 Euro ausmachen. 

Weil die Bauarbeiten im Stadtpark nächstes Jahr abgeschlossen sein werden, verbessert sich das erwartete Ergebnis von Jahrund Händlermarkt sowie von der Allgäuer Festwoche. Vor allem für die Festwochen-Infrastruktur sind Investitionen in Höhe von 50.000 Euro angedacht. „Die Konsolidierungsgespräche führen zu Verbesserungen“, sagte die Festwochenleiterin, „aber für ein ausgeglichenes Ergebnis reichen sie nicht aus.“ Für den Verlustausgleich des Messe- und Veranstaltungsbetriebs bewilligte der Werkausschuss für 2020 eine Summe von rund 1,96 Millionen Euro – die Abschreibungen schon einkalkuliert. Der städtische Investitionsausschuss fällt mit Zustimmung des Gremiums rund 1,2 Millionen Euro hoch aus.

Susanne Lüderitz

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