"Das Ding lebt."

Gründervilla Kempten feiert fünfjähriges Bestehen des Coworking-Space und Innovationsnetzwerkes

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Strahlende Gesichter nach fünf Jahren Gründervilla in der Ostbahnhofstraße, darunter auch die beiden Geschäftsführer Thomas Herzhoff (4.v.r.) und Simon Schnetzer (r.) sowie Vermieterin Christine Keslar-Tunder (2.v.r.) und Kemptens 3. Bürgermeister Josef Mayr (5.v.l.).

Kempten –„Das Ding lebt“, sagt Simon Schnetzer, Geschäftsführer der Gründervilla GbR, bei der Gründerszenen-Party in der Gründervilla Kempten anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Coworking-Space und Innovationsnetzwerkes Kempten in der Ostbahnhofstraße

Gemeinsam mit Thomas Herzhoff hatte Simon Schnetzer das Startup Hub gedanklich entwickelt. Dabei fing man 2013 mit einem bescheidenen Barcamp für eine Gründerkultur an der Hochschule Kempten an. Kurz darauf wandelten Schnetzer und Herzhoff einen Leerstand in der Burgstraße in eine Coworking-Installation um. Junge Gründer sollten einen Raum erhalten, wo sie sich nicht nur einen Schreibtisch zum Arbeiten einrichten konnten, sondern zugleich zum Netzwerken angeregt wurden. 

Raum tut Not

Die Idee wuchs, doch der Platz wurde knapp. So entwickelten die beiden Entrepeneurs kurz darauf ein Konzept für ein ganzes Haus. Heimstätte wurde ein Gebäude in der Ostbahnhofstraße, das in früherer Zeit u.a. die Firma Wilhelm Geitner beherbergte, die Spindeln für die Textilindustrie produziert hatte. Mit Christine Keslar-Tunder fanden die beiden Jungunternehmer die ideale Vermieterin. „Ich war sofort begeistert von der Idee, in unserem Haus in der Ostbahnhofstraße ein kleines Gründerzentrum zu etablieren“, sagt sie. Und so bedankte sich Schnetzer in seiner Rede zum fünfjährigen Jubiläum für die Unterstützung. Auch Thomas Herzhoff, der in Lenzfried mit seinem Bruder eine Werbeagentur betreibt, bedankte sich für die vielen helfenden Hände in den Anfangsjahren der Gründervilla. Als Redner für die Gründerszene-Party war Kemptens 3. Bürgermeister Josef Mayr gekommen. 

Wenn‘s läuft, läuft‘s

Mayr lobte den beharrlichen Einsatz der beiden, der schließ- lich zur Gründung des Hauses geführt hatte. Dabei räumte Mayr mit einem Lächeln ein, dass einige Verantwortliche der Stadt zu Beginn sich nicht recht vorzustellen vermochten, was eigentlich am Ende entstehen sollte. „Heute aber zeigt sich, dass aus der anfänglichen Fiktion junger Selbstständiger lebendige Wirklichkeit geworden ist. Gemeinsam mit der Cometa und Allgäu Digital bietet die Gründervilla einen geeigneten Ort, um den Weg in die Selbstständigkeit zu finden“, so Mayr. Er würdigte im Besonderen die Tatsache, dass alle Räume des Hauses an Start-up-Unternehmer vermietet sind. 

„Wenn heute jemand die Gründervilla verlässt, haben wir in zwei Wochen einen Nachmieter gefunden“, weiß Geschäftsführer Herzhoff zu berichten, „am Anfang war die Gründervilla für uns wichtig als Raum zum Arbeiten. Heute schätze ich sie als eine ideale Community, bei der wir unkompliziert mit Spezialisten wie Programmierern, Producern oder Marketing-Experten Projekte planen und gemeinsam realisieren können.“ 

Die Gründervilla beherbergt u.a. Selbstständige aus Bereichen wie Heilpraxen, Agenturen für Konzept & Design, Praxen für Gesundheit & Lebensenergie, Fotografie, Visuelle Kommunikation und Architektur. Aber auch „Exoten“ wie die Firma „Von Alm das Beste“ haben sich in der Gründervilla mit einem Büro eingemietet. Die Firma aus München bietet für Klein- wie Großveranstaltungen mobile Almhütten an, in der Art, wie sie auch heuer auf dem Gelände der Allgäuer Festwoche zu finden war.

Jörg Spielberg

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