Über neun Millionen Euro investiert

Endlich ist alles fertig

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Kunststücke am Trapez zeigte die Akrobatik-AG der Grundschule Kottern-Eich.

Kempten – Einmal mehr gefeiert wurde am Freitagvormittag in der Grundschule Kottern-Eich. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Anbau mit Turnhalle und Sportplatz auf dem Dach eingeweiht wurde, gab es jetzt eine Feier für die abgeschlossene Generalsanierung des Bestandsgebäudes.

Auch das Mehrgenerationenhaus hat pünktlich zum fünfjährigen Bestehen im Schulgebäude neue Räume gefunden.

Zu Beginn gab OB Thomas Kiechle einen kurzen Rückblick. Im Jahr 2008 seien die Weichen für die Entwicklung der Grundschule Kottern-Eich gestellt, im April 2010 dann die Anbau- und Sanierungsarbeiten beschlossen worden. Schulleitung, Lehrer und Schüler hätten viel Geduld und starke Nerven gebraucht, doch „so ungefähr pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres“ sei nun alles fertig geworden. Die Schule sei nun komplett saniert und auch noch „top modern, was die Energiebilanz anbelangt“.

Das Mehrgenerationenhaus ist laut Kiechle für das soziale Miteinander im Stadtteil nicht hoch genug zu bewerten. Für die Gesamtmaßnahme hat die Stadt 9,13 Millionen Euro investiert. „Wir haben damit die Voraussetzungen für eine gelungene pädagogische Arbeit geschaffen“, meinte er und wünschte Schülern und Lehrern „viel Spaß in Eurer Schule“.

Schulleiterin Ingrid Peukert und Gerda Renner-Hesse, Projektmanagerin des Mehrgenerationenhaus Kempten, führten zusammen mit vier Viertklässlern durch das Programm, das unter das Motto „Brücken bauen“ gestellt wurde, denn Schule und Mehrgenerationenhaus unter einem Dach bauen Brücken, die junge und alte Menschen miteinander verbinden. Die Viertklässler hoben zudem die Besonderheit der Schule hervor, denn niemand sonst habe ein Mehrgenerationenhaus und ein zweites Schulhaus (Außenstelle Eich), das Peukert zufolge ebenfalls durch eine Brücke mit dem Schulhaus in Kottern verbunden ist. So beteiligte sich auch der Eicher Chor an der Feierstunde und sang „Lieder, die wie Brücken sind“. Viel Applaus bekamen die Trapezkünstler der Akrobatik-AG der Schule und die Klasse 3a zeigte einen Hockertanz zum Lied „Bin kein Rocker, bin kein Zocker, mich haun Bücher vom Hocker“.

Zwischendurch blickte Architekt Martin Kopp von f64 auf die Bauzeit zurück und meinte: „Wir haben das alte Schulhaus recht brutal entkernt und jetzt steht es da wie nach einer Wellnesskur.“ Auch er wies darauf hin, dass die Beteiligten viel Geduld haben mussten und meinte, dass wohl deshalb alle Festgäste als Geschenk ein kleines Geduldsspiel erhalten hätten.

Zum Abschluss erfolgte noch die Segnung durch Pfarrer Thomas Hagen von der katholischen Kirche Mariä Himmel- fahrt und Pfarrer Martin Weinreich von der evangelischen Christuskirche. Die beiden bauten mit allen Beteiligten des Projekts eine Brücke und versahen diese mit Worten, die zum Brückenbauen beitragen.

Nach der Feierstunde am Vormittag gab es noch ein Schul- und Bürgerfest am Freitagnachmittag sowie einen Tag der offenen Tür am Samstag.

Melanie Läufle

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