Der Grundstein der Wirtschaft

Luftdicht verschlossen in einer Kupferbox und in einen Betonblock eingemauert sind sie jetzt, die Baupläne des neuen Hörsaalgebäudes der Hochschule. Zusammen mit einer Urkunde, einer Zeitung und einem Satz Münzen verschwanden sie am vergangenen Donnerstag im Grundstein zu dem Gebäude, das den fünften Bauabschnitt der Hochschule darstellt. Während Hochschulpräsident Prof. Robert F. Schmidt vor allem den Wert für die akademische Ausbildung sah, gewann OB. Dr. Ulrich Netzer (CSU) dem geplanten Bau auch viel Positives für das Stadtbild ab.

Mitten in der Baugrube fand die Feier zur Grundsteinlegung statt, „um Ihnen ein richtiges Bau-Feeling zu vermitteln“, begrüßte Schmidt die Gäste. Die neuen Hörsäle, Seminarräume und Labore sollen Platz für neue Studierende bieten, erklärte er. Bald werden es mehr als 4000 sein. Mit der Baustelle seien zwar viele Einschränkungen verbunden, aber, so der Präsident, „es wird noch viel schlimmer“. Bald werde in direkter Nachbarschaft ein Privatgebäude entstehen, das die Hochschule dann anmietet. Auch die Mensa stehe vor dem Ausbau. Das Ergebnis soll aber für die Unannehmlichkeiten entschädigen. „Dann haben wir einen echten Campus“, frohlockte Schmidt. Das Gebäude besteht aus drei Teilen. Zwischen zwei mehrstöckigen Baukörpern mit Seminarräumen, Labors et cetera liegt ein eingeschossiger, lang gezogener Verbindungsbau mit Hörsälen. Durch einen langen Gang gelangen die Studenten dann von einem der Gebäude zum anderen und auch in die Hörsäle. Dieses Verbindungsgebäude soll eine verglaste Front zur Bahnhofstraße hin bekommen. Die Hochschule sei damit nicht mehr so versteckt, meinte der OB und für diejenigen, die von Süden her in die Stadt fahren, werde der Hochschulbetrieb sichtbar. Ministerialdirektor Dr. Friedrich Rothenpieler, der in Vertretung von Forschungsminister Dr. Wolfgang Heubisch gekommen war, hob die Rolle des Freistaats bei dem Projekt hervor. „Die Baukosten von 25,8 Millionen Euro kommen aus dem Programm ‘Bayern 2020’“, erklärte er. Es sei irreführend, von einem kommenden „Studentenberg“ zu sprechen, der ansteigt und dann wieder abfällt. „Wir betreten vielmehr ein Hochplateau“. Mit vereinten Kräften schritten Netzer, Schmidt, Rothenpieler und der Landtagsabgeordnete Thomas Kreuzer (CSU) zur Tat und füllten die kupferne Zeitkapsel. Gemeinsam versenkten sie die Box dann im Grundstein, wo sie „vielleicht in 100 Jahren wieder ausgegraben wird“, so Schmidt.

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