Abbrucharbeiten abgeschlossen – Neubau der Sparkasse offiziell gestartet

Zeitkapsel zum Baubeginn

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Beim Füllen der Zeitkapsel für den Neubau des Sparkassen-Hauptsitzes in Kempten: (v.li.) Heribert Schwarz, Thomas Wurmbäck, Manfred Kreisle, Toni Klotz, Manfred Hegedüs und Thomas Kiechle.

Kempten – „Im Jahr 2015 wird das in die Jahre gekommene Hauptstellenhaus der Sparkasse Allgäu in Kempten abgerissen und durch ein neues, modernes Sparkassengebäude ersetzt. Die Grundsteinlegung zu diesem neuen Haus ist Anlass für uns, denen, die nach uns hier sein werden, die Geschichte der Sparkasse Allgäu und ihrer Vorgängerinstitute aufzuzeigen, Informationen zur heute existenten Sparkasse Allgäu zu geben, Aussagen zum laufenden Zeitgeschehen zu treffen und schließlich das geplante Bauwerk zu beschreiben. Mögen unsere Nachfahren Interesse an diesem Aufschrieb finden – vor allem aber: Möge auch in naher und ferner Zukunft ein Sparkasseninstitut im Dienste der Menschen stehen – im Allgäu – für das Allgäu – in Angelegenheiten der Finanzen und auch darüber hinaus. Gut für das Allgäu.“

Das werden künftige Archäologen einmal als Vorwort des Grundsteindokumentes zum Neubau der Sparkasse in der Zeitkapsel finden, die vergangenen Montag in der Baugrube an der Königstraße feierlich versenkt und eingemauert wurde. Bevor die Sparkassenvorstände Heribert Schwarz, Manfred Kreisle und Vorsitzender Manfred Hegedüs die Dokumente zusammen mit Vertretern des Verwaltungsrats – Kemptens OB und Verwaltungsratsvorsitzendem Thomas Kiechle, Landrat Toni Klotz und Thomas Wurmbäck, 2. Bürgermeister Immenstadt – in die Zeitkapsel packten, klärte Hegedüs die Gäste darüber auf, was die Nachwelt darin einmal vorfinden wird: unter anderem die komplette Geschichte der Stadt- und Kreissparkasse Kempten von ihrer Gründung, über die Zeit der Inflation, den „Zahlstellen auf dem Land“ ab 1929, der Weltwirtschaftskrise über die Fusion zur „Sparkasse Allgäu“ mit Hauptstelle in Kempten im Jahr 2000 bis zur Auflistung aller aktuellen Filialen und SB-Stellen.

Neben einigen Worten zum aktuellen Zeitgeschehen durfte auch ein Plan mit Beschreibung der neuen Hauptstelle nicht fehlen, inklusive Erklärung, warum der Neubau nötig geworden war. Dazu wurden auch Dinge wie ein altes – ungültig gelochtes – Sparkassenbuch gepackt oder die Baupläne des Gebäudes aus den Jahren 1954 und 1974 sowie Euro-Münzen und Scheine – „wir sind sparsam als Sparkasse und hören bei 100 Euro auf“, schmunzelte Hegedüs. Zwar habe man mit sieben Monaten Abbruchphase „etwas mehr Zeit beansprucht als geplant“. Dennoch wolle man 2017 „im Frühjahr fertig sein und das Gebäude in Betrieb nehmen“. Sein Dank galt den Nachbarn, die trotz einiger Beeinträchtigungen „großes Verständnis“ gezeigt hätten. Auch bekannte er froh zu sein, „dass wir miteinander entschieden haben“ am auch bisherigen Standort Königstraße/Residenzplatz zu bleiben.

Christine Tröger

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