Gutes Jahr 2011 für die BSG

100 Wohnungen und Häuser werden derzeit von der BSG-Allgäu errichtet, davon 28 Eigentumswohnungen in Kempten-Sankt Mang, Auf der Ludwigshöhe. Foto: BSG

Die umfangreiche Geschäftstätigkeit der BSG-Allgäu führte im Geschäftsjahr 2011 zu einem Jahresüberschuss von 1,1 Millionen Euro. „Ohne das enorme Engagement der 74 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates, insbesondere mit dessen Vorsitzenden Herbert Schiek wären diese Erfolge nicht möglich“, betonte Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre in seinem Bericht bei der Vertreterversammlung.

Der Verbandsdirektor des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen VdW Bayern, München, Hans Maier, der ein Grußwort an die Vertreterinnen und Vertreter richtete, würdigte die BSG-Allgäu als aktivste der 328 im Verband organisierten Wohnungsgenossenschaften. Im Bauträgerbereich gehöre diese zu den „Top 5“ innerhalb des VdW Bayern, der insgesamt 460 Wohnungsunternehmen in ganz Bayern als Mitglieder zählt. Anlässlich der Vertreterversammlung vor kurzem in Durach wies Aufsichtsratsvorsitz- ender Herbert Schiek auf das internationale Jahr der Genossenschaften hin, das 2012 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen wurde, weil Genossenschaften zeigen, dass Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung vereinbar sind. Schiek erläuterte in diesem Zusammenhang am Beispiel der BSG-Allgäu, was das Wohnen bei einer Genossenschaft auszeichnet: Eine besondere Unternehmenskultur, bei der der Mensch und nicht das Kapital im Mittelpunkt steht; Vorstand und Aufsichtsrat sähen ihre Kernaufgabe satzungsgemäß in der Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Die Mitglieder der BSG-Allgäu haben als Mieter einer Genossenschaftswohnung ein lebenslanges Dauernutzungsrecht ihrer Wohnung. Die Werte, die Mitglieder in Form von Geschäftsanteilen der BSG-Allgäu anvertrauen, werden verantwortungsbewusst, transparent und nachhaltig eingesetzt und über eine attraktive Dividende verzinst, die in den vergangenen Jahrzehnten nie unter vier Prozent lag. Mit einem breiten Angebot an Serviceleistungen bietet die BSG-Allgäu weit mehr als ein Dach über dem Kopf und verliert dabei neben dem enormen sozialen Engagement auch gesellschaftliche Herausforderungen wie Integrationsfragen, Klimaschutz oder die demographische Entwicklung nicht aus den Augen. In seinem Bericht an die Vertreterversammlung wies Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre unter anderem auf die umfangreiche Bau- und Modernisierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2011 hin. So sind im vergangenen Jahr erneut rund 4,3 Millionen Euro (und damit ca. 37 Millionen Euro in den vergangenen zehn Jahren) in die Modernisierung und Instandhaltung des eigenen, genossenschaftlichen Wohnungs- bestandes investiert worden. Insgesamt beliefen sich die Umsatzerlöse auf 23,3 Millionen Euro und sind damit gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent angestiegen. Die Durchschnittsmiete aller 2000 Genossenschaftswohnungen betrug zum 31. Dezember 2011 4,54 Euro (je Quadratmeter) und liegt damit um rund 30 Prozent unter dem Mietniveau vergleichbarer Wohnungen in der Stadt Kempten. Nachdem in den vergangenen zehn Jahren 700 Wohnungen, also ein Drittel des eigenen Wohnungsbestandes, umfangreich modernisiert wurden, wird sich die BSG-Allgäu in der Zukunft wieder verstärkt dem Sozialen Wohnungsbau widmen und wird in einem ersten Bauabschnitt ab Herbst dieses Jahres in St.-Mang, Auf der Ludwigshöhe, 25 öffentlich geförderte Mietwohnungen für Familien mit Kindern errichten. In seinem Bericht an die Vertreterversammlung unterstrich Dalla Torre, dass ein wesentlicher Kostentreiber der Wohnkosten die seit Jahren über- durchschnittlich steigenden Energiekosten seien, weshalb der energetischen Verbesserung der Wohnungsbestände eine besondere Bedeutung zukommt. Kontraproduktiv macht sich hier allerdings die ständige Verschärfung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EneV) bemerkbar. So stiegen die Kosten je modernisierter Wohnung jeweils nach Inkrafttreten der EneV überproportional an. Eine weiter Verschär- fung der EneV, so Dalla Torre, führt letztlich dazu, dass weniger Wohnungen modernisiert werden können, bzw. die Modernisierungstätigkeit deutlich reduziert werden muss, nachdem die sich aus der Modernisierung ergebenden Mieten am Markt nicht mehr erzielt werden können. Oberösch modernisiert Mit dem Umbau des Verwaltungsgebäudes der Genossenschaft und der Modernisierung des „Einkaufszentrums“ in St.- Mang, Im Oberösch, sowie der Neugestaltung des Marktplatzes als Mittelpunkt des Stadtteils bildet der inzwischen eröffnete, neue Treffpunkt Im Oberösch mit einer Fläche von rund 300 Quadratmetern den Abschluss der Gesamtmaßnahme. Anlässlich eines großen Sommerfestes wurde der Marktplatz gemeinsam mit Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer, Staatssekretär Dr. Gerd Müller, Regierungspräsident Karl Michael Scheufele, OB Dr. Ulrich Netzer und vielen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft gemeinsam mit den Mitgliedern und vielen Gästen im Mai eingeweiht. Im Geschäftsbereich Bau- und Verkaufstätigkeit hat die Genossenschaft im Geschäftsjahr 2011 mit einem Gesamtumsatz von 15,5 Millionen Euro (einschließlich des jeweils hälftigen Anteils aus den verschiedenen GbR’s) den höchsten Umsatz in ihrer bisherigen, über 100-jährigen Geschichte erzielt. Es wurden insgesamt 90 Objekte fertiggestellt, wobei derzeit rund 100 Wohnungen und Häuser im Bau sind. Im Dienstleistungsbereich Geschäftsbesorgungen war die BSG-Allgäu unter anderem für die Stadtbau Günzburg, die Stadt Leipheim, die Baugenossenschaft Neu-Ulm sowie für verschiedene Tochterunternehmen der BSG-Allgäu tätig. Die BSG-Allgäu ist derzeit Alleingesellschafterin von drei Gesellschaften und an weiteren fünf Gesellschaften jeweils zu 50 Prozent beteiligt. Dalla Torre unterstrich das gute, verantwortungsvolle Miteinander im Unternehmen, sowohl zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrates und Vorstandes, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Mitgliedern und Kunden gegenüber. In diesem „guten Miteinander“ liegen – so der Vorstand – die Gründe für den Erfolg des Unternehmens. Nachdem die Vertreterversammlung als oberstes Organ der BSG-Allgäu die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat über das Geschäftsjahr 2011 sowie den Prüfungsbericht des Verbandes zustimmend zur Kenntnis genommen, den Jahresabschluss 2011 gebilligt und festgestellt sowie der Ertragsrechnung und dem Gewinnverteilungsvorschlag zugestimmt hat, wurde sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Bei den anstehenden Ergänzungswahlen zum Aufsichtsrat wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Herbert Schiek, Christine Doll-Dormayer sowie Hans-Wolf von Wrangel im Amt bestätigt und jeweils einstimmig für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat der BSG-Allgäu gewählt. Herbert Schiek, Stadtdirektor a.D., der bereits seit 1976 dem Aufsichtsrat der BSG-Allgäu angehört, ist seit 2004 dessen Vorsitzender. Er ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrates der BSG-Allgäu Wohnungsbau GmbH Nordschwaben sowie der BSG-Allgäu Grundstückserwerbs- und Verwaltungs- GmbH als Tochtergesellschaften der BSG-Allgäu. Christine Doll-Dormayer, Angestellte i.R., wurde erstmals im Jahr 2003 in den Aufsichtsrat der BSG-Allgäu gewählt. Hans-Wolf von Wrangel, Kreisbaudirektor a.D., gehört dem Gremium seit 1985 an; er ist Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat und gehört seit 2009 dem Aufsichtsrat der BSG-Allgäu Grundstückserwerbs- und Verwaltungs-GmbH an. Neu im Aufsichtsrat der BSG-Allgäu ist Roland Hübner. Der Geschäftsführer der Kemptener Eisengießerei Adam Hönig AG erhielt einstimmig das positive Votum der Vertreterversammlung.

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