Gutes Jahr für die Sozialbau

Um über eine Million Euro auf rund 3,4 Millionen Euro konnte die Sozialbau im Jahr 2010 ihren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr steigern. Diese positive Zahl gab Geschäftsführer Herbert Singer vergangenen Donnerstag im Stadtrat bekannt. Ziel der Sozialbau Kempten ist es, die Bevölkerung mit bezahlbarem, qualitätsvollem Wohnraum zu versorgen.

Um das Ziel zu erreichen hat die Firma Singer zufolge 2010 7,6 Millionen Euro in Neubautätigkeiten und in die Verbesserung der Stadtentwicklung investiert. Gleichzeitig wurden für Instandhaltungen und Modernisierungen etwa 6,6 Millionen Euro aufgewendet. Dabei standen vor allem die Wohnwertverbesserung und die Energieeinsparung im Vordergrund. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit waren zudem der Bau und Verkauf von Neubauwohnungen und Eigenheimen in innerstädtischen Lagen und die Wohnungseigentumsverwaltung. Das gesamte Bau- und Investitionsvolumen betrug im Jahr 2010 insgesamt 18,7 Millionen Euro. Damit zählt die Sozialbau weiterhin zu den großen Auftraggebern für das regionale Bauhandwerk im Allgäu. Das bedeutendste Projekt derzeit ist Singer zufolge das Schwanengelände. Außerdem sollen auch in den kommenden fünf Jahren Bauinvestitionen in Höhe von rund 30 Millionen Euro zu Substanzverbesserungen und betriebswirtschaftlich tragbaren Energieeinsparungen führen. Damit wird auch weiterhin die Sicherung der Mieteinnahmen gestärkt und die Gefahr von Leerstand minimiert. Der Leerstand habe sich in den vergangenen Jahren überhaupt positiv entwickelt, so Singer. In Kempten stünden derzeit nur 0,2 Prozent der Wohnungen leer. Neues Studentenwohnheim? Einsetzten möchte sich die Sozialbau auch weiterhin für ältere Menschen und Studenten. „Wir sind offen für jede Situation“, antwortete Singer auf die Frage von Erna-Kathrein Groll (Grüne), ob denn Barrierefreiheit als wichtig angesehen wird. Seine Firma versuche alle ihre Häuser möglichst barrierearm halten und sei auch offen für beispielsweise den Umbau des Bades. „Derzeit funktionieren rund 500 unserer Wohnungen barrierearm“, sagte der Geschäftsführer. Für die Kemptener Studenten plane die Sozialbau derzeit ein Studentenwohnheim, das voraussichtlich im November Thema im Bauausschuss des Stadtrates werden soll, wie Singer bekannt gab. Sollte sich die derzeitige schwierige Wohnungssuche für Studenten nicht verbessern, ist die Sozialbau auch bereit, Wohnungen zu WGs zu kreieren.

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