Haarsträubende Mängel

Eine rollende Zeitbombe stoppten am Donnerstag Beamte der Verkehrspolizei Kempten auf der B12 bei Wildpoldsried. Der 40-Tonner aus Lettland fiel den Beamten auf, da der Fahrer sehr langsam in Richtung München fuhr.

Bei einer Kontrolle stellten sich nach Angaben der Polizei haarsträubende Mängel an Lkw und Auflieger heraus. So wurde von den Lkw-Spezialisten festgestellt, dass ein Reifen des Lkw so weit abgefahren war, dass kein Profil mehr erkennbar war. Weiterhin zeigte sich, dass zwei Bremsscheiben des Aufliegers, dessen Ladekapazität ausgeschöpft war, derart verschlissen bzw. gebrochen waren, dass sie ohne Bremswirkung waren. Ein Luftspeicher des Druckluftsystems war undicht, sodass eine Gefahrbremsung schon alleine deshalb nicht mehr möglich gewesen wäre. Durch die gravierenden Mängel wurde jedes Bremsmanöver zum Lotteriespiel. Dass zudem die Ladung nur unzureichend gesichert war, kann in diesem Fall schon fast als Bagatelldelikt angesehen werden. Der 44-jährige Fahrer mussten sein Gefährt an Ort und Stelle abstellen. Um weiterfahren zu dürfen, muss die Firma Reparaturkosten in Höhe von rund 7000 Euro in Kauf nehmen. Zudem hinterlegte der Fahrer eine hohe Sicherheitsleistung.

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