"Haben sehr viel Zuspruch"

Umgeben von ihrem Team – Produktionsleiter Thomas Kiemle (links), Ulrike Rottenburger (2.v.l.) und Olivia Hausen (2.v.r.), beide Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie Daniela Kremser vom Sekretariat, gab es von Theaterdirektorin Nikola Stadelmann (Mitte) zum Abschluss natürlich auch den „Abpfiff“. Foto: Tröger

Zum „Abpfiff“ beim letzten Theatercafé der allmählich zu Ende gehenden „Spielwies’n“-Zeit im Theater in Kempten (TIK) saß Theaterdirektorin Nikola Stadelmann höchstpersönlich auf dem „heißen Stuhl“. Statt wie üblich zu moderieren, stand sie zum Ende der Saison ihrem Team sowie dem Publikum Rede und Antwort. Zum „Aufwärmen“ gab es dickes Lob aus den Zuschauerreihen, die vor allem die Eigenproduktionen und die Meisterkonzerte, aber auch die Flexibilität des Theaters lobte, wenn Klassen es bei den Schulvorstellungen nicht ganz pünktlich schaffen.

In lockerer Gesprächsatmosphäre ging es dann aber an die zahlreichen Fragen zum Theaterbetrieb und auch der Person Stadelmann, die von der Theaterdirektorin ohne Scheu beantwortet wurden. So erfuhren die Anwesenden nicht nur, dass vor dem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaften Kranken- und Altenpflege stand – was im Theaterbetrieb gelegentlich durchaus nützlich sei, wie sie augenzwinkernd anmerkte. „Sehr differenzieren“ wollte sie die Frage, ob die Besucherzahlen „noch zu wünschen übrig lassen“. Manches sei in der Besuchererwartung übertroffen worden, manche Stücke dagegen „brauchen Anschub“, erklärte sie. Dass neue Formate wie das Tanztheater oder die Großen Stücke im kleinen Format „sehr viel Zuspruch haben“ freute sie besonders. Sehr bewährt habe sich das Kinder- und Jugendtheater in seiner neuen Struktur. Unter anderem durch die Vorstellungen am Sonntagnachmittag kämen jetzt viele Familien. Insgesamt sei der Anspruch des TIK „möglichst viele Dinge zu zeigen, auf möglichst hohem Niveau“ und viele der „frisch gesäten Pflänzchen“ würden aufgehen, sah sie das Gesamtkonzept bestätigt. Stadelmann nutzte zudem die Gelegenheit ein häufiges Missverständnis auszuräumen: „Das TIK ist nur Mieter hier im Haus“ und auch die Haustechniker seien nur angemietet, was manchmal zu „absurden Situationen führe“. Häufig würden Leute anrufen und sich bei ihr über Veranstaltungen beschweren, die das TIK gar nicht gemacht habe. Ja, Momente, in denen sie alles hinschmeißen möchte, „die gibt es immer wieder“, bekannte sie freimütig. „Aber ich säße nicht hier, wenn der Spaß nicht überwiegen würde“, machte sie ebenso deutlich. Spannende Spielzeit Warum die Eigenproduktionen des TIK nicht an den Bayerischen Theatertagen teilnehmen, begründete sie mit den dafür vorgeschriebenen Kriterien, „die Kempten noch nicht erfüllt“. Für die nächste Spielzeit unter dem Motto „Beziehungskiste“ (der KREISBOTE berichtete) stellte sie viele Filmadaptionen in Aussicht sowie Eigenproduktionen, „die sich alle mit Dreierkonstellationen, beziehungsweise Zwei-plus-Eins-Konstellationen befassen“. Für ihre erste Saison als Theaterdirektorin kündigte sie eine positive Bilanz an: „Ich freue mich wahnsinnig, dass es geklappt hat, mit einer knappen halben Million eine spannende Spielzeit zu machen“. Ein Umstand, der ihr „auch politisch“ sehr geholfen habe.

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