Was wird daraus?

Haldenwanger Gemeinderat bringt Ideenwettbewerb für das Hirsch-Gelände auf den Weg

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Für das „Hirsch“-Gelände hat die Gemeinde Haldenwang schon einige Vorgaben erarbeitet (siehe Text). Der Ideenwettbewerb soll zudem Vorschläge für einen eventuell verlegten Standort der Bushaltestelle und eine Querungshilfe in Richtung Kirchenbuckel bringen.

Haldenwang – Vor gut einem Jahr, im Mai 2019, beschloss der Haldenwanger Gemeinderat ein Konzept zur Ortskernentwicklung. Demzufolge soll auf dem Gelände des Gasthauses „Hirsch“ (zuletzt Pizzeria „Da Pippo“) ein neues Gebäude mit Tiefgarage bzw. Parkdeck sowie Wohnungen entstehen.

Auch der Dorfladen soll hier seine neue Heimat finden. In dessen Räumlichkeiten soll dann der Bio-/Naturkostladen „Naturecke“ einziehen. Jener befindet sich aktuell kaum 50 Meter entfernt in der Alten Gemeinde. Die ebenfalls dort ansässige Gemeindebibliothek könnte aufgrund des Wechsels vom 1. Obergeschoss ins Erdgeschoss umziehen und somit barrierefrei werden. Die Spielgruppen dürften ihre Räume (ebenfalls im 1. Obergeschoss der Alten Gemeinde) behalten. Diesem Beschluss sollen nun endlich Taten folgen. Nach dem Beschluss musste zunächst ein Planungsbüro gefunden werden, welches den Ideenwettbewerb begleiten wird. Die Wahl fiel auf AKFU Architekten aus Germering. 

Es folgten mehrere Verhandlungsrunden mit der Regierung von Schwaben bezüglich der Fördermöglichkeiten. Die Verantwortlichen dort pochten zunächst auf die Erarbeitung einer Alternatividee zu der vom Gemeinderat favorisierten Verkehrsführung. Nach monatelangen, zähen Diskussionen hatte man sich im Gremium darauf geeinigt, grundsätzlich bei der jetzigen Einbahnlösung zu bleiben. Nach Vorlage eines Lärmgutachtens konnte Bürgermeister Josef Wölfle den Wunsch der Gemeinde in Augsburg letztlich durchsetzen. Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs mit Ideenteil sollen nun acht bis 16 Büros aufgefordert werden, auf Grundlage der oben genannten gemeindlichen Vorgaben Ideen zu liefern. Die Kosten für den Wettbewerb belaufen sich voraussichtlich auf rund 137.000 Euro brutto. 

„Über die Städtebauförderung können 60 Prozent bezuschusst werden“, so Wölfle. „Der Gemeindeanteil läge somit bei rund 56.000 Euro.“ Den Dorfladen könne man über diesen Topf leider nicht bezuschussen lassen, doch hier sei eine Förderung seitens des Amtes für ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung in Höhe von 53 Prozent möglich. Der Rathauschef wies auf die Möglichkeit hin, sowohl bei der Städtebauförderung als auch bei der Dorferneuerungsförderung eine Erhöhung des Fördersatzes um weitere je 20 Prozent auf dann 80 bzw. 73 Prozent zu beantragen. 

Der Gemeinderat beschloss, diesen Weg zu gehen, auch wenn dies nur unter der Bedingung möglich war, sich darauf festzulegen, die Neuausweisung von Bauflächen „auf ein notwendiges Maß“ zu reduzieren, Brachflächen innerorts zu verdichten und Altbestände zu nutzen. „Das machen wir ja sowieso schon“, so Wölfle. 

Sabine Stodal

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