Handschrift hinterlassen

Selbstporträt von Schugg als junger Mann. Fotos: privat

Einem, der seine „Handschrift“ sowohl als Künstler wie auch als Mensch hinterlassen hat, ist die aktuelle Gedächtnisausstellung im Kemptener Kunstkabinett gewidmet. Am 19. August wäre der Kimratshofener Maler und Restaurator Josef Schugg 90 Jahre alt geworden. In seinen Bildern – vor allem Landschaften, Porträts und auch Stillleben – offenbart er seine tiefe Sicht hinter das offen Sichtliche.

Geboren 1921 in Kimratshofen, blieb Josef Schugg nach seiner Ausbildung zum Kirchenmaler die Einberufung zum Wehrdienst während des Zweiten Weltkrieges nicht erspart. Kriegseinsätze führten ihn nach Italien und Frankreich und schließlich in die Kriegsgefangenschaft. Grundlage für viele später entstandene Bilder bildeten seine Zeichnungen aus dieser Zeit, in denen er Menschen festhielt, die ihm begegneten und Landschaften, die ihn faszinierten. 1952 erhielt er ein Stipendium mit Studienaufenthalt in Paris. Mitte der 1950er Jahre eröffnete er als freischaffender Kunstmaler und Restaurator im Geburtsort Kimratshofen seine eigene Werkstatt, wo er bis zu seinem Tod im Oktober 1994 mit seiner Familie lebte und arbeitete. Unzählige Restaurierungen von Kirchen, Kapellen und Kunstgegenständen zwischen Bodensee und Mittelfranken sowie zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen machten sein künstlerisches Schaffen weit über seine Heimat hinaus bekannt. Die Gedächtnisausstellung zum 90. Geburtstag von Josef Schugg ist noch bis zum 28. August im Kemptener Kunstkabinett in der Salzstraße 12 zu sehen. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Mittwoch bis Samstag von 15 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertage von 11 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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