Harmonischer Besuch

Am Tag zuvor hatte er das neue bayerische Hochschulgesetz im Landtag durchgedrückt, am Donnerstag stattete Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (FDP) der Hochschule Kempten seinen Antrittsbesuch ab. Dort riss seine gute Laune angesichts des vorherigen Erfolgs im Maximilianeum nicht ab. Im Gegenteil: Als „äußerst harmonisch“ bezeichnete der Minister das Treffen mit der Hochschul-Leitung. Unter den Studenten machte er dagegen eine „positive Grundstimmung“ aus – trotz einer Unterschriftenaktion der Allgäuer Studenten gegen die Studiengebühren.

„Die Stimmung an kleinen Hochschulen ist grundsätzlich besser“, konstatierte Heubisch nach dem Rundgang durch die Kemptener Bildungseinrichtung. Vor allem dass die Hoschule sich auf die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft ausrichte, fand der Gast aus Münschen „ausgezeichnet“. Baustelle besichtigt Zuvor hatte Heubisch gemeinsam mit Präsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt, der Hochschulleitung und dem heimischen FDP-Bundestagskandidaten Stephan Thomae einen Rundgang durch die Schule unternommen. Stationen waren natürlich die Großbaustelle des fünften Bauabschnitts, die Labore für Glockenforschung und Werkzeugmaschinen sowie Engergietechnik. Eine Präsentation des preisgekrönten Downhillbikes „Bergmönch“ durch dessen Erfinder Thomas Kaiser und Christian Wassermann fehlte ebenso wenig wie ein Besuch beim Infinity Racing Teams, wo sich Heubisch über den aktuellen Stand des Rennwagenbaus informierte. Studenten der Elektrotechnik stellten dem Staatsminister außerdem ihr innovatives Projekt „Gokart mit Elektrobetrieb“ vor. Anschließend stellte sich der Wissenschaftsminister der Diskussion mit den Studenten. „Unter den Studenten herrscht eine positive Grundstimmung“, fasste Heubisch später das Gespräch zusammen. Dass es Wünsche wie die Abschaffung der Studiengebühren gebe – die Studenten hatten ihm zuvor eine Unterschriftenliste gegen die Zwangsabgabe überreicht – sei nur verständlich. „Das aber nicht alle Wünsche erfüllt werden können, auch“, so der Minister. „Der Wissenschaftsminister wird sich für seine Hochschule einsetzen – aber letztendlich entscheidet der Finanzminister“, sagte Heubisch, sprach`s und verschwand gen Lindau, wo der nächste Termin auf ihn wartete.

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