Zwei Mal Mobilfunkmasten

Haslacher Hof bleibt – Ulmer Straße nur "Interimslösung"

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Kempten – Zwei Anliegen zum Thema Mobilfunk in der Stadt brannten Helmut Hitscherich (UB/ödp) auf den Nägeln:

dass vor Kurzem ein 35 Meter hoher Mobilfunkmast auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Verpflegungszentrums an der Ulmer Straße neu errichtet wurde; und dass der Mast auf dem „Haslacher Hof“ an der Immenstädter Straße entgegen früherer Versprechungen noch immer nicht verschwunden ist.

Am Ende ihres Vortrags wandte er sich im Haupt- und Finanzausschuss deshalb an Antje Schlüter, Leiterin des Stadtplanungsamtes. Nicht ganz koscher erschien ihm nicht nur, dass der 35-Meter-Mast „ohne Gutachten“ errichtet worden sei. Auch die Begründung, er sei Ersatz für zwei nach wie vor vorhandene Masten auf einem Nebengebäude, für die es im Übrigen „auch keine Gutachten gibt“, fand er reichlich befremdlich. 

Laut Schlüter alles „unproblematisch“, da es sich um ein Gewerbegebiet handle und der Mast außerdem „tatsächlich mobil“ und nur eine „Interimslösung“ für die beiden Masten auf dem Bunker sei, der abgerissen werden müsse. Da ein hoher Mast in der Regel weniger strahlenbelastend für die umliegenden Gebäude sei als ein niedriger, habe man sich für die 35-Meter-Lösung entschieden. Die würde, so Schlüter wieder abgebaut sobald der kurzfristig abzubauende ursprüngliche Mast wieder stehe. 

Versprechen gebrochen
 Als „komplizierter“ bezeichnete sie die Situation am Haslacher Hof, da sich den dortigen Mobilfunkmastast mehrere Betreiber teilten. „Wir können sie nicht zwingen umzuziehen“, meinte sie zu Hitscherich, der sich so einfach nicht abspeisen ließ: „Den Leuten wurde damals versprochen, dass er wegkommt“, erinnerte er. Das sei die Voraussetzung dafür gewesen, „dass sie keinen Rabbatz gemacht haben“, als der Mast am Jägerdenkmal errichtet wurde. „Nun bekommen sie es von zwei Seiten ab“, berichtete er von der Unzufriedenheit der Anwohner. 

Auch Siegfried Oberdörfer (SPD) erinnerte sich bezüglich des Mast-Abbaus daran, dass das „eindeutig damals so gesagt wurde“. Dennoch konnte Schlüter nur wiederholen: „Wir haben keine rechtliche Handhabe“ und kündigte gleich an, dass demnächst das Thema 5G im Stadtrat anstehen werde, „da die Telekom auf uns zugekommen ist“. 

Christine Tröger

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