Ein Haus sucht einen Liebhaber

Die Fragen der SPD-Mitglieder werden vor Ort im Rahmen der Begehung beantwortet. Fotos: Schubert

Die Appretur, ein städtisches Gebäude am oberen Stadtgraben und direkt in die Stadtmauer integriert, steht nun wieder zur freien Verfügung. Auch die letzten Mieter sind ausgezogen und das Gebäude selbst ist dringend sanierungsbedürftig. Nachdem das Projekt der Brüder Immler – in diesem Bereich Künstler-Atelierwohnungen zu errichten – sich zerschlagen hat, steht das Haus jetzt wieder im Fokus der Interessen. Das Gebäude selbst gehört zum Sanierungsgebiet „Altstadt Süd“ und wie darüber entschieden wird, ist noch völlig offen.

Einige Mitglieder der Isnyer SPD machten sich jetzt im Rahmen einer Begehung ein Bild des Inneren. Fazit: Das vakante Gebäude lässt sich im Augenblick nur als Sanierungsobjekt definieren. Claus Fehr, Leiter des Bauamtes der Stadt, erläuterte eingehend, was das auf einen eventuellen Interessenten zukäme. Was außen noch recht ansprechend wirkt, ist innen schon gewöhnungsbedürftig. Möglich ist nach der Meinung Fehrs eigentlich alles. Demnächst soll im Technischen Ausschuss darüber beraten werden und die Konditionen sind eigentlich klar. Man könnte das Gebäude über das Erbbaurecht privatisieren und auf 70, 80 oder 90 Jahre verpachten. Welche Nutzung dann möglich ist, wird frei gestellt. Ein Renditeobjekt mit ausgebauten und vermieteten Wohnung ist eher unwahrscheinlich. Die bisherigen Wohnungen mit 69, 78 und 70 Quadratmetern sprechen jedenfalls dagegen. Offenes Ohr Was aber nun? Für Ideen hat Claus Fehr ein offenes Ohr und auch die Stadt würde Interessenten entgegenkommen. Der ehemalige Springerbesitz wurde schon vor Jahren von der Stadt aufgekauft und eine Sanierung wurde wegen der Projekte in der Altstadt Süd immer wieder unterlassen. Nahe am Stadtzentrum, in ruhiger Nebenlage und im gewissen Sinne romantisch, ist es von diesen Konditionen her ideal gelegen. Die Mitglieder von SPD, Gemeinderat und einige interessierte Bürger haben sich jetzt jedenfalls ein erstes Bild machen können und werden als Multiplikatoren ihre Eindrücke weiter vermitteln. Zeitdruck besteht laut Fehr jedenfalls nicht. Was bisher im Dornröschenschlaf lag, kann auch noch ein wenig weiterschlafen.

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