Heimatpreis für Stiefenhofer

Mit Hilfe von Karl Stiefenhofer, dem Vorsitzenden des Geschichts- und Heimatvereins Eglofs und Vorsitzender des Heimatbundes Allgäu, wurde die 600-jährige Geschichte des Gerichts in Eglofs wieder ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren zieht es nun die Besucher zum traditionellen Aschermittwochsgericht. So kann man nach Aschermittwoch an der Tagung des Gerichts teilnehmen, sich über kleinere und größere Verstöße informieren lassen und mit Respekt der manchmal augenzwinkernden Entscheidung von Karl Stiefenhofer als Vorsitzenden des Gerichts und seinen drei Beisitzern lauschen.

So wichtig den Eglofsern diese auf ihren alten Freiheitsrechten basierende Gerichtsbarkeit auch ist, sie waren vergangenen Freitag auch gekommen, weil Karl Stiefenhofer für seine Leistungen um das Allgäu mit dem Westallgäuer Heimatpreis geehrt werden sollte. Nach der Begrüßung durch Stiefenhofer und musikalischer Einstimmung durch Wolfram Benz und seinem Ensemble folgte ein geschichtlicher Rückblick. So wurde an die Verleihung der Lindauer Stadtrechte 1282, die Einführung der Gerichtsbarkeit durch den Ammann und die wechselvolle Geschichte der Eglofser Bauern bis 1806 erinnert. Benz übernahm im Anschluss die Vorstellung des Westallgäuer Heimatpreises. Dieser wird an verdiente Bürger verliehen und kam in diesem Jahr Stiefenhofer zu. Unermüdlicher Einsatz Die Laudatio übernahmen Professor Klaus Kornwachs und Georg Wagner. Nicht nur die Heimat- und Geschichtspflege ist es, die Stiefenhofer unermüdlich betreibt. Sein Einsatz bei der kulturellen Umgestaltung in Eglofs mit Theaterstadel, Museum, Außengestaltung und „Stillem Winkel“ sind dabei zu erwähnen. Seine Einzelveröffentlichungen und seine Leidenschaft für das Theater prägen das Leben der Dorf- gemeinschaft ungemein. Die Freilichtveranstaltungen auf dem Dorfplatz mit mehr als 8000 Besuchern pro Inszenierung sind weit über die Region hinaus bekannt geworden. Schon jetzt wartet man auf die nächste Stiefenhofer-Premiere. „Recht muss Recht bleiben“, „Katharina und das 7. Buch Moses“, „Rosen im Salz“ und „Der Waldteufel“ sind da zu nennen. Dank an die Frau Professor Kornwachs hat es klargestellt: „Karl Stiefenhofer ist es gelungen, die eigene Geschichte wahrnehmbar zu machen.“ Georg Wagner schloss sich den „Lobgesängen“ an und vergaß auch nicht, Irmgard Stiefenhofer zu danken, auf deren Unterstützung sich „ihr Karl“ immer verlassen kann. Die Verleihung des Heimatpreises ist für Stiefenhofer mit Sicherheit nicht das Ende seiner Bemühungen. Drei Tage zuvor feierte er seinen 60. Geburtstag und beides ist nur ein Markstein auf dem Weg zum Wohle des Allgäus und der Gemeinde Eglofs.

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