Karrieresprung

Müller wird Entwicklungshilfeminister

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Der Duracher Dr. Gerd Müller wird neuer Entwicklungshilfeminister.

Berlin/Kempten – Vom Staatssekretär zum Minister: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Sonntag überraschend den heimischen CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Gerd Müller zum Bundesentwicklungshilfeminister ernannt. Am morgigen Dienstag solle die Vereidigung erfolgen.

Bisher war Müller Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium.

Der mittlerweile in Durach lebende Müller beerbt damit den FDP-Mann Dirk Niebel, der vor seinem Amtsantritt das Entwicklungshilfeministerium noch abschaffen wollte. „Das ist für mich eine große Herausforderung”, sagte Müller dem BR. „Entwicklungspolitik ist auch Friedenspolitik”, so der frisch gebackene Minister.

Der 58 Jahre alte Müller sitzt seit 1994 im Bundestag und arbeitete seit 2005 als Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium. Dorthin wurde nun der bisherige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich degradiert. Dritter Minister der Christsozialen in Berlin ist der bisherige Generalsekretär Alexander Dobrindt, der das Verkehrsministerium vom geschassten Peter Ram-sauer übernimmt.

Dr. Gerd Müller wurde bereits 2008 nach dem Wechsel von Horst Seehofer zurück nach Bayern als neuer Landwirtschaftsminister gehandelt, dann aber erhielt Parteifreundin Ilse Aigner den Posten. Unter Beobachtern gilt damit als ausgemacht, dass die CSU die große Verliererin der Koalitionsverhandlungen ist. Alle drei von ihr besetzten Ministerien gelten im Vergleich als eher unbedeutend.

Müller ist seit 1994 Mitglied des Bundestages und war unter anderem außen- und europapolitischer Sprecher und Stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und Mitglied im CSU-Parteivorstand.

Matthias Matz

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