Heiße Diskussion

Zu einer offenen Diskussion hatte kürzlich das Bürgerforum geladen. Die Isnyer hatten die Möglichkeit, über das Für und Wider der Tiefgarage zu diskutieren. Robert Blaser-Sziede und Rolf Schmid haben sich seit langem über das von ihnen gegründete Bürgerforum mit der Sanierung der südlichen Altstadt auseinandergesetzt und Diskussionsbedarf festgestellt.

Blaser-Sziede begrüßte die zahlreichen Gäste, namentlich Bürgermeister Rainer Magenreuter und Claus Fehr, den Beauftragten für Stadtsanierung und Wirtschaftsentwicklung. Rechtsanwalt Frank Ullmann leitete die Diskussion. Fehr und Magenreuter wiederholten als Grundlage die von ihnen in der Gemeinderatssitzung vorgebrachten Argumente mit der Kernaussage, „wir sind überzeugt, dass das für unsere Stadt gut ist“. Schmid eröffnete die Diskussion: „Ich bewundere Herrn Fehr für seine Darstellung der Finanzen, möchte aber darauf hinweisen, dass Kostenkalkulationen bei der Endabrechnung kaum realisiert werden können.“ Viele der Anwesenden hatten bei den Plänen der Stadtverwaltung und der Architekten ihre Vorbehalte. Edwin Stöckle führte an, dass zuerst ein Konzept enwickelt werden müsste, bei dem „unser Baby nicht schon im Mutterleib einen Bypass benötigt“. Albert Steiner meinte: „Das alles sind doch nur Schätzungen. Wir brauchen keine Tiefgarage wie das Beispiel Wangen zeigt. Viele Bürger sind der Meinung, dass die Altstadtkulisse auf keinen Fall abgerissen werden darf.“ Auch Hubert Uetz vertritt die Meinung, dass die Bürgerschaft von Isny diesen Größenwahn nicht brauche. „Der Architekt versucht, mit schönen Worten zu erklären, es wäre ganz einfach die Einzelteile 22 Meter in den Boden zu rammen.“ Es gebe genügend Stellen an denen man ein größeres Parkplatzangebot verwirklichen könne, so Uetz. Siegfried Schechterle beschrieb: „Schon vor Jahren hatte ich mich entschlossen: Wenn ich in den Ruhestand gehe, ziehe ich nach Isny und als fast noch Außen- stehender sage ich Ihnen: Man darf diese schöne Stadt nicht kaputt machen.“ Negative Beispiele für Tiefgaragen seien zum Beispiel Kirchheim und Esslingen. „Fragen Sie doch dort, ob man den Fehler noch einmal machen würde“, empfahl er. Rüdiger Walzer, der die Interessen des Einzelhandels vertritt, ist von der Notwendigkeit der Tiefgarage überzeugt. „Der Einzelhandel braucht diesen Weg, weil sonst die Stadt in einigen Jahren ausbluten würde. Die, die heute hier diskutieren, werden die Tiefgarage nicht brauchen, wohl aber unsere Kunden“, sagte er. Auf die Abstimmung am heutigen Mittwoch im Gemeinderat sind alle gespannt.

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