"Den Menschen etwas mitgeben"

Interkultureller Musik- und Begegnungsabend 

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Pfarrer Klaus Dotzer (ev. St. Mang-Kirche) und Ayla Inan (DITIB-Türkisch Islamische Gemeinde) – im Hintergrund – erzählten von Gemeinsamkeiten aus Bibel und Koran. Zu den Gästen beim interkulturellen Abend zählten auch Ilknur Altan vom Integrationsbeirat Kempten und Stadtdirektor Benedikt Mayer.

Kempten – Mit Freunden feiern – unter dieses Motto lässt sich wohl der interkulturelle Musik- und Begegnungsabend der Diakonie Kempten-Allgäu im Kempodium zusammenfassen.

Statt einer Weihnachtsfeier trafen sich hier nämlich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, Patinnen und Paten sowie zahlreiche Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und etlichen anderen Ländern zu einem geselligen Beisammensein. Und wenngleich man aufgrund zu weniger Sitzplätze ein wenig zusammenrücken musste, zu essen und trinken (alkoholfrei) gab es reichlich.

„Ohne Ihr Engagement wären die vielschichtigen Hilfen in den vergangenen Jahren gar nicht möglich gewesen“, erinnerte Stadtdirektor Benedikt Mayer an den Kraftakt vor drei Jahren, von jetzt auf sofort 1000 Menschen in der Stadt zu integrieren. Daher freute er sich an diesem Abend auch besonders über einen Kommentar einer Patin: „Das Geld ist nicht wichtig, aber wir möchten den Menschen etwas mitgeben.“

Und so gab es im vergangenen Jahr über das Paten-Projekt zahlreiche Aktivitäten, wie Anke Heinroth, im Diakonischen Werk für die Beratung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zuständig, bei der Begrüßung feststellte. Über das Projekt „Menschen stärken Menschen“ konnten nämlich die Paten zumindest finanziell bei ihren Aktivitäten mit den Geflüchteten unterstützt werden – egal ob es ein Bergausflug, ein Besuch im Schwimmbad oder die Teilnahme an einem Fußballspiel war. „Die Begleitung bei all diesen Aktivitäten ist wichtig“, meinte sie.

„Ohne Sie würde die Integration nicht so schnell vorangehen“, war sich auch Ilknur Altan vom Integrationsbeirat Kempten sicher. Pfarrer Klaus Dotzer übertrug die Weihnachtsgeschichte auf die Geflüchteten. „Auch Maria und Josef mussten ihre Heimat verlassen, erfuhren Hilfe im fremden Land. Ihnen geht es genauso. Sie leben die Weihnachtsgeschichte!“

Für die DITIB-Türkisch Islamische Gemeinde sprach Ayla Inan von den Gemeinsamkeiten zwischen Bibel und Koran. Hier heißt Maria „Miriam“ und sie ist die einzige Frau, die im Koran namentlich genannt wird. „Sie wird für ihren Anstand, ihre Frömmigkeit und Sündlosigkeit verehrt!“

Nach dem kurzen offiziellen Teil war das Buffet, gesponsert von dem Projekt „Menschen stärken Menschen“ eröffnet. Jeder, der Lust hatte, durfte seine Lieblingsmusik abspielen. Gegen 22 Uhr klang der Abend unter Freunden mit über 100 Personen aus. Das Fazit: Es wird sicher eine Wiederholung geben!

mori

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