Ehrung für ehemaligen Stadtrat

Ein Mensch mit einem großen Herzen

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Hermann Ebner (2.v.r.) freut sich mit Ehefrau Erika, Staatsminister Thomas Kreuzer (rechts) und OB Dr. Ulrich Netzer (links) über das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Kempten – Ohne Menschen wie Hermann Ebner wäre die Gesellschaft um Einiges ärmer. Nun erhielt der ehemalige Kemptener Stadtrat für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Staatsminister Thomas Kreuzer überreichte den Orden am Mittwochvormittag in der Schrannenhalle.
Naturfreunde Kempten, Arbeiterwohlfahrt (AWO) St.- Mang, Musikverein St.-Mang – die Liste der Verbände, in denen Hermann Ebner seit Jahrzehnten tatkräftig mitwirkt, ist lang. Für die SPD saß er von 1984 bis 2008 im Kemptener Stadtrat und war dabei Mitglied mehrerer Ausschüsse. Dazu gehörten der Bau-, Liegenschafts- und Umweltausschuss sowie der Aufsichtsrat der Kemptener Verkehrsbetriebe- und Beteiligungsgesellschaft.
Für dieses Engagement würdigte ihn OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) 1998 mit der Verdienstmedaille in Gold. Nun kann sich der 75-jährige Ebner mit einem weiteren, noch höheren Orden schmücken: dem Bundesverdienstkreuz am Bande. Staatsminister Thomas Kreuzer (CSU) überreichte ihm in der Schrannenhalle das Ehrenzeichen mit den Worten: „Lieber Hermann, für dich ist es eine Premiere, diesen Orden zu erhalten, und für mich ist es eine Premiere, solch einen Orden in dieser Halle zu verleihen.“ Kreuzer erinnerte nochmals an die außerordentlichen Leistungen des Geehrten zum Beispiel für die AWO. Dort wirke er seit über 25 Jahren im Vorstand des Bezirksverbands Schwaben mit.
In der Kemptener Ortsgruppe der Naturfreunde sei Ebner viele Jahre lang Vorsitzender gewesen. „Noch heute ist es Dir wichtig, deinen Mitmenschen die Natur nahe zu bringen“, so Kreuzer. Ebner habe sich weit über die Grenzen des Allgäus hinweg bekannt gemacht. „Du bist ein Mensch, der aktiv gestaltet mit einem großen Herzen. Wir brauchen Menschen wie dich“, sagte Kreuzer und übergab Ebner die Urkunde, die Bundespräsident Joachim Gauck am 17. Dezember unterzeichnet hat.
Kleiner "Schönheitsfehler"
Netzer hatte dieser Lobeshymne „nichts hinzuzufügen“. Er wies aber auf einen kleinen „Schönheitsfehler“ in Ebners politischer Laufbahn hin: „Jetzt fehlt nur noch, dass Du in die CSU eintrittst“, meinte Netzer lachend. „Das versucht der schon seit Jahren“, lautete Ebners Kommentar dazu. „Deine Familie, deine Geschwister, wir sind alle stolz auf Dich“, erklärte Hans Ebner, Bruder des Geehrten. Das Bundesverdienstkreuz bekomme man nicht nur durchs Händeschütteln, das müsse man sich verdienen. „Wenn ich in die Augen Deiner Erika und Deiner Kinder schaue, muss ich sagen, Du hast es Dir wirklich verdient“, betonte Hans Ebner.
Der Geehrte selbst bedankte sich bei seiner Familie: „Ich habe Gott sei Dank eine sehr liebe und verständnisvolle Ehefrau.“ Die Familie – Ehefrau Erika und die fünf erwachsenen Kinder – waren bei der feierlichen Veranstaltung alle anwesend. „Ich mache weiter, solange der Körper mitmacht“, versprach Hermann Ebner. Trotz all seiner Verdienste blieb der überzeugte Sozialdemokrat bescheiden, so dass ihn die vielen Lobesreden fast etwas beschämten. „Wenn schon bei der Geburtstagsfeier vor zwei Monaten wegen des kleinen Ebners die Schrannenhalle voll war, ist aber anscheinend doch etwas dran“, so der Träger des Bundesverdienstkreuzes. Franziska Kampfrath

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