"Hervorragende Vorschläge"

Zwei Varianten zur neuen Platzgestaltung im Bereich des BSG-Verwaltungsgebäudes, der Ladenzeile und der Seniorenwohnanlage im Oberösch präsentierte Thomas Geiger vom Landschaftsarchitekturbüro Geiger & Waltner den Sankt Manger Bürgern am Donnerstagabend in der „Guten Stube“. Basierend auf den gesammelten Ideen der ersten Bürgerbeteiligung Ende Oktober entwickelte das Planerteam, bestehend aus den Verantwortlichen der BSG, dem Stadtteilbüro, der Bauverwaltung und den beiden Architekten, zwei Konzepte zur Neugestaltung des Platzes. „Wir haben hervorragende Vorschläge erhalten, die wir weiterentwickeln können“, so BSG-Chef Mario Dalla Torre.

Die erste Variante sieht vor, dass die Parkplätze an der Hanebergstraße wie bisher mit einer Durchfahrt verbunden bleiben. An diese schließt sich in Richtung Seniorenwohnanlage ein Wasserbecken mit etwa 2,30 Meter hohen Wasservorhängen an. Dahinter soll eine Café-Fläche entstehen, die genauso neu gepflastert werden soll wie die Wege vor dem BSG-Gebäude und der Ladenzeile. In der Mitte des Platzes sehen die Architekten bis zum Vorplatz der Wohnanlage eine sogenannte Angerfläche mit Beschilderung, Baumbepflanzung, Sitzmöglichkeiten, neuer Beleuchtung und kleinen Spielgeräten vor. Um den Senioren eine Rückzugmöglichkeit zu bieten, wird im Eingangsbereich der Wohnanlage ein mit Sonnensegeln überdachter Platz gestaltet. Der bereits bestehende BSG-Brunnen wird ebenfalls in diesen Bereich eingegliedert. „Bei der zweiten Variante werden die linke und die rechte Stellplatzseite getrennt“, erläuterte Geiger. Die 33 Stellplätze sollen jedoch erhalten bleiben. Ebenso wie auch bei Variante I wird eine barrierefreie Treppenanlage zur Hanebergstraße hin gebaut. „An der Treppenanlage bildet ein grüner Keil den Anfangspunkt der Fläche zwischen BSG und Ladenzeile“, so Geiger weiter. Richtung Süden schließen ein Sonnensegeldach und eine Café-Fläche an. Der zentrale Bereich wird ähnlich wie in Variante I gestaltet. Der BSG-Brunnen wird nicht direkt in die Fläche vor der Seniorenwohnanlage eingearbeitet, sondern vom Platz abgerückt. Eine geschwungene Pergola soll den Bereich für die Senioren überdachen. Beide Vorschläge sehen wie von den Bürgern gewünscht eine Boccia-Fläche im Bereich der Wohnanlage vor. Am meisten beschäftigte die rund 50 anwesenden Bürger die südliche Zufahrt zur Seniorenwohnanlage, die die meisten als zu eng empfanden. Vor allem für die gelegentlich benötigten Rettungswagen. Geiger meinte jedoch, dass die vorgesehene Fläche für Fahrzeuge ausreichend sei. Ein Bürger schlug vor, dass man die Mauer zur Hanebergerstraße hin beseitigen solle und eventuell Sitzstufen unter den Bäumen errichte. Da die Mauer eine stützende Funktion habe, sei es auch aus Kostengründen sinnvoller, sie zu erhalten, machte Geiger klar. Jedoch werde sie saniert und auf eine geringere Höhe begradigt. Teil I schon im Herbst Baureferentin Monika Beltinger erläuterte, dass die Anregungen der Bürger nun in das Gesamtkonzept eingearbeitet werden. Die Baumaßnahmen werden dann in mehrere Schritte aufgeteilt. Der erste Bauabschnitt zwischen den Geschäften, der BSG und der Wohnanlage soll schon heuer im Herbst umgesetzt werden, so Beltinger. Die Anträge für Fördermittel werden von der Bauverwaltung in der nächsten Zeit gestellt. Grundsätzlich waren alle Bürger mit den vorgestellten Plänen zufrieden, kritisierten nur Details. Zu Variante I tendierten bei einer spontanen Abstimmung etwas mehr Anwesende als für Variante II.

Auch interessant

Meistgelesen

Feiern verbindet
Feiern verbindet
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare