Mit Herzblut und auf Zack

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer (Mitte) beglückwünschte Hermann Ebner und dessen Frau Erika. Foto: Kampfrath

Auf 75 Lebensjahre kann Hermann Ebner seit seinem Geburtstag am 12. September zurückblicken. Fast ein Drittel davon, nämlich 24 Jahre, saß er für die SPD im Kemptener Stadtrat. Darüber hinaus ist er in vielen Vereinen aktiv. Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) empfing Ebner anlässlich seines Ehrentages am Montagabend in der Schrannenhalle des Rathauses.

Freudestrahlend hieß Hermann Ebner am Montag jeden Gast persönlich willkommen. „Bürgerschaftliches Engagement in all seinen Facetten ist Ausdruck von Verantwortungsbereitschaft, von Gemeinsinn“, sagte Netzer. In seiner Zeit als Stadtrat von Mai 1984 bis April 2008 habe Ebner viel bewirkt. Netzer erinnerte daran, dass der Geehrte in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied im Liegenschafts-, Planungs-, Bau- sowie Umweltausschuss war und im Aufsichtsrat der Kemptener Verkehrsbetriebe- und Beteiligungsgesellschaft saß. In einem Interview im Jahr 2008 habe Ebner gesagt, dass er mit Leib und Seele Stadtrat gewesen sei. „Dem kann ich voll und ganz zustimmen“, erklärte Netzer. Ein Eckpfeiler der Arbeit Ebners sei das Engagement für Natur und Umwelt gewesen. „So warst Du doch eine Stadtratsperiode hinweg Beauftragter für Umweltfragen und anschließend von 1990 bis 1996 Beauftragter für die Stadtgärtnerei und städtischen Friedhöfe.“ Mit Herzblut habe sich der SPD-Politiker für die Ausweisung von Kleingartenflächen, Baumpflanzungen und die Bereitstellung von Erholungsflächen eingesetzt. „Du warst auf zack, wenn es um die Abfallvermeidung und Recycling ging.“ "Immer konstruktiv" Hermann Ebners soziale Einstellung habe sich besonders im jahrzehntelangen Wirken für die Arbeiterwohlfahrt gezeigt, wo er im Bezirksverband Schwaben und beim Ortsverein Kempten-St.-Mang aktiv war. „Dort bist Du heute, wie auch bei den Naturfreunden, Ehrenvorsitzender.“ Als Stadtrat sei Ebner immer konstruktiv, besonnen, bodenständig gewesen und habe immer das Machbare gesehen. Der Oberbürgermeister übergab dem 75-Jährigen den Ehrenkrug der Stadt Kempten. „Ich dachte mir, in diesen Ehrenkrug passt auch eine Rotweinschorle“, scherzte Netzer. „Ich bin eine Periode vor Dir in den Stadtrat gekommen. Aber wohin auch immer ich sonst kam, Hermann Ebner war schon da“, erzählte Helmut Pilz, Sprecher des Freundeskreises ehemaliger Stadträtinnen und Stadträte. „Das Seniorenheim in der Lenzfrieder Straße wäre wahrscheinlich noch in der Planung, wenn Hermann Ebner nicht wäre.“ Pilz wünschte dem Pensionär vor allem Gesundheit und mehr Erholung. Ebner dankte seiner Frau Erika und seiner Familie für die Unterstützung seiner Arbeit. „Bedauerlicherweise gibt es keinen SPD-Stadtrat mehr im Stadtteil St.-Mang“, beklagte der Senior. Aber es kämen ständig Leute mit ihren Wünschen und Anregungen zu ihm. „Dann muss ich ihnen sagen, dass ich nicht mehr in Amt und Würden bin.“ Dennoch nutze er seine Kontakte zur Stadtverwaltung, um etwas für die betroffenen Bürger zu erreichen. „Wir konnten im Stadtrat nicht immer dieselbe Meinung haben. Aber wir haben immer versucht, das Beste daraus zu machen.“ Er hoffe, dass Netzer weiterhin so gute Arbeit als Oberbürgermeister leiste. Die ehemalige Stadträtin Ingrid Jähnig, ebenfalls von der SPD, erinnerte sich gern an die gemeinsame Zeit mit Hermann Ebner im Gremium. „Er war dort keiner von den Stillen“, sagte sie gegenüber dem KREISBOTEN.

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