Haldenwanger Schülerinnen und Schüler verabschieden ihren langjährigen Bürgermeister

Rührende Feier für Anton Klotz

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„Ich bin mir auf dem Stuhl vorgekommen, wie Euer Opa mit seinen Enkeln beim 80. Geburtstag“, schmunzelte Anton Klotz. Er habe sich unglaublich über das „großartige Abschiedsfest“ an der Haldenwanger Schule gefreut und werde immer ein Freund dieser Schule bleiben, versprach der neue Oberallgäuer Landrat.

Haldenwang – Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Haldenwang bereite- ten ihrem scheidenden Bürgermeister Anton Klotz am vergangenen Freitag gemeinsam mit ihren Lehrerinnen ein herzliches Abschiedsfest.

Dem neu gewählten Oberallgäuer Landrat ging die rührende Ehrung sichtlich zu Herzen. „Wenn Ihr genau hinschaut, seht Ihr, dass ich in jeder Ecke meiner Augen eine kleine Träne habe“, gab er zu. 

Die Kinder und Lehrerinnen hatten ein selbst gedichtetes „Bürgermeister-Lied“ vorbereitet, in dem dessen Verdienste für die Schule aufgeführt wurden. Zudem gab ihm jede einzelne Klasse ein kleines, augenzwinkernd gemeintes Geschenk mit auf den Weg: Darunter war unter andere eine Ananas „für Gesundheit ohne Ende“, Schokolade „für stets gute Nerven“, ein Nussknacker, „um auch die härteste Nuss knacken können“, Espresso für langatmige Sitzungen, ein Glas Allgäuer Kuhmilch, „damit die Kraft Sie nie verlässt“ und nicht zuletzt ein Glas voll Haldenwanger Dorfluft. 

Schulleiterin Margarita Heubuch dankte Klotz für seine stetige wertschätzende Unterstützung. „Man konnte mit jeder Sorge und jedem Problem zu unserem Bürgermeister kommen. Er stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Wenn es darum ging, dass die Schule etwas gebraucht hat, haben wir immer nur vom Besten und Feinsten bekommen.“ So konnten etwa in den letzten Jahren notwendig gewordene umfangreiche Umbauarbeiten umgesetzt werden. Man habe zudem immer gespürt, dass er den Kindern mit väterlicher Zuneigung entgegengekommen sei, „nicht nur, weil es zu den Aufgaben eines Bürgermeisters gehört, sondern weil Dir die Kleinsten in der Gemeinde wichtig sind“, so Heubuch weiter. 

Das habe sich auch darin gezeigt, dass Klotz stets zum 1. Schultag gekommen sei, um die Kinder und Eltern zu begrüßen und ein kleines Geschenk (eine Dose mit Farbstiften) zu überbringen. Anton Klotz, der 24 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde gelenkt hatte und vor einigen Jahren zum Ehrenschüler der örtlichen Schule ernannt wurde – „Die Medaille hängt über meinem Schreibtisch. Ich bin wirklich stolz darauf“, – zeigte sich überwältigt. „Mir fehlen die Worte. Das, was ihr heute hier bietet, berührt mich unglaublich.“ Er merke jetzt erst, dass es ihm doch manchmal etwas schwer falle, Haldenwang zu verlassen. 

Auch er lobte das stets „äußerst gute und zielgerichtete Miteinander mit Schulleitung, Kollegium, Elternbeirat und Eltern.“ Er sei froh, dass es ihm möglich war, über viele Jahre alles für diese Schule zu tun, damit die Kinder sich hier wohlfühlen. „Wenn Ihr gerne an dieser Schule seid, macht mich das schlichtweg glücklich“, so Klotz. Wie schon häufiger in der Vergangenheit hatte Anton Klotz auch dieses Mal eine Belohnung für die Kleinen im Gepäck: Jedes der Schulkinder darf sich nicht nur auf eine, sondern auf ganze drei Portionen Eis (auf verschiedene Tage verteilt, versteht sich) auf seine Kosten freuen.

Sabine Stodal

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