Hilde wünscht sich neue Räume

Der Pavillon am Hildegardis-Gymnasium steht schon seit vielen Jahren auf Abriss. Foto: Läufle

Bei einem Besuch am Hildegardis-Gymnasium machte sich die Ausschussgemeinschaft FDP/UB/ödp vor kurzem ein Bild von der aktuellen Raumsituation. Aufgrund der Eindrücke vor Ort wandten sich die Stadträte vergangene Woche an OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und beantragten, dass den Raumproblemen bei den dies- jährigen Haushaltsberatungen eine hohe Priorität eingeräumt wird. Ob jedoch auch aus Sicht der Stadtverwaltung tatsächlich Handlungsbedarf besteht, könnte am kommenden Dienstag, 10. Juli, im Schul- und Kulturausschuss geklärt werden.

Wie Schulleiterin Renate Börner gegenüber dem KREISBOTEN erläuterte, bräuchte die Schule einen Ersatzbau für den alten Pavillon, einen überdachten Pausenhof und eine dritte Turnhalle. Um auf die Raumprobleme des Gymnasiums aufmerksam zu machen, habe sie sich mit einem offenen Brief an die Stadträte gewandt. Daraufhin habe sich die Ausschussgemeinschaft FDP/UB/ ödp vor Ort von der Situation überzeugt. „Die CSU wird auch noch vorbeikommen“, meinte Börner. Ihren Angaben zufolge gibt es an der Schule „ein ganzes Paket an Räumlichkeiten, die im Moment im Pavillon untergebracht sind“. Zum Beispiel das Büro der Schulpsychologin, Räume für die Ganztagsschule und der Aufenthaltsraum für die Oberstufe. Der Pavillon stehe jedoch seit mehr als zwei Jahrzehnten auf Abriss. „Wir haben bereits einen Ersatzbau beantragt, der wurde bisher jedoch immer mit der Begründung abgelehnt, dass die Schülerzahlen zurückgehen“, erläuterte Börner. Die tatsächliche Situation habe sich jedoch jetzt geändert. „Die Prognosezahlen der letzten Jahre haben sich nicht bestätigt und die Anmeldezahlen haben sich, trotz G8, weiter gesteigert“, schreibt auch die Ausschussgemeinschaft in ihrem Antrag. In diesem Jahr werden vier Klassen ausscheiden, gleichzeitig jedoch sieben neue entstehen. In einem Ersatzbau für den Pavillon könnte auch Platz für derzeit fehlende Räume geschaffen werden. „Wir haben nur einen Raum für Gespräche mit Eltern, daher ist es nicht mehr nur die Ausnahme, sondern eher schon die Regel, dass Gespräche auf dem Gang stattfinden müssen“, bedauert Börner. Aber nicht nur Räume braucht das Hildegardis-Gymnasium. „Seit ewigen Zeiten fehlt eine dritte Turnhalle und einen überdachten Pausenraum für die Schüler bräuchten wir auch.“ Gegenüber dem KREISBOTEN gab sich die Schulleiterin jedoch zuversichtlich, dass sich bald was tut. Im Schul- und Kulturausschuss am kommenden Dienstag, 10. Juli, wird zumindest über den Raumbedarf des Hildegardis-Gymnasiums berichtet. Wie Schulreferent Benedikt Mayer am Dienstag auf Anfrage erklärte, wird das Raumprogramm für die jeweiligen Schulen aufgrund von Prognoserechnungen festgelegt. Sprich: Erst wird der Bedarf ermittelt und danach entschieden, was passiert. Ob sich am Hildegardis-Gymnasium also tatsächlich etwas ändert, wird vielleicht schon am Dienstag beantwortet.

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