CSU setzt sich durch

"Geradezu ideal"

+
Der Pavillon am Hildegardis-Gymnasium kommt weg. Ob er aber durch einen Neubau oder eine überdachte Aula ersetzt wird, soll nun untersucht werden.

Kempten – Zwei Varianten für den Bau einer Pausenhalle für das Hildegardis-Gymnasium stellte am Donnerstagabend Schulamtsleiterin Birgitt Richter den Stadträten im Schul- und Kulturausschuss vor.

Einstimmig entschied das Gremium, beide Möglichkeiten von der Verwaltung untersuchen zu lassen und ein Architekturbüro mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Bereits im September sollen die entsprechenden Förderanträge bei der Regierung von Schwaben eingereicht werden. 

Einer Meinung waren die Stadträte im Ausschuss für Schule und Kultur, was den Bedarf des Hildegardis-Gymnasiums an einer Pausenhalle betrifft. „Das ist unstrittig“, betonte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Die Regierung von Schwaben ist mittlerweile zu dem selben Ergebnis gekommen und hat den Platzbedarf anerkannt. Wie das Problem gelöst werden kann, muss dagegen noch geklärt werden. Aus Sicht der Schulleitung und des Kemptener Schulamtes erscheinen die zwei folgenden Varianten am denkbarsten: 

Variante 1: Der umstrittene Pavillon wird abgerissen und dafür der rund 350 Quadrameter große Innenhof überdacht, um so die erforderliche Pausenhalle zu schaffen. „Als Pausenhalle erscheint eine Aula im Zentrum des Gymnasiums geradezu ideal“, schwärmte Amtsleiterin Richter. „Kurze Wege der Schüler und auch die Form der Beaufsichtigung sprechen für sich“, erklärte sie. Außerdem hätte diese Variante den Vorteil, dass in dieser Aula eine Bühne für Theateraufführungen gebaut werden könnte. Damit könnte die Aula gleichzeitig als Veranstaltungshalle genutzt werden. Um zusätzlichen Raum zu gewinnen, so Richter weiter, könnte eine der vier Treppen abgerissen werden. Dadurch hätten die Bibliothek, die sich derzeit im 1. OG befindet, und ein Gruppenraum Platz. „Die durch die Bibliothek derzeit belegten Räume ergäben nach Umwidmung zwei weitere Klassenräume“, so Birgitt Richter. 

Variante 2: Der umstrittene Pavillon wird abgerissen und durch einen neuen ersetzt, der als Pausenhalle genutzt wird. Allerdings liegt der Pavillon derzeit unter dem EG des Schulgebäudes, sodass für den neuen Erdaufschüttungen vorgenommen werden müssten, um Barrierefreiheit zu erreichen. „Ein erhöhter baulicher Aufwand“, so Richter. Zwar könnte durch den Neubau mehr Platz als bei Variante 1 gewonnen werden, die schulorganisatorischen Abläufe würde er nach Einschätzung Richters aber erschweren. Allerdings: „Auch ein Anbau könnte durch Einbau einer Bühne mit den entsprechenden technischen Einbauten als Veranstaltungssaal genutzt werden“, betonte die Leiterin des Schulamts. „Somit würden auch hier die Umwidmung der Bibliothek und damit die Schaffung zweier Klassenräume realisiert.“ Ein großes Fragezeichen steht jedoch noch hinter der Frage, ob das Ganztagsangebot der Schule demnächst ausgebaut wird, wodurch zusätzlicher Raumbedarf entstehen würde. Erst in den nächsten Wochen will die Schule laut Richter darüber entscheiden. „Für diesen Fall gibt es die Idee, den Gebäudeteil der jetzigen Mittagsbetreuung um ein Stockwerk aufzustocken, um an dieser Stelle die Ganztagesklassen unterzubringen“, erklärte sie. 

Kosten entscheiden mit 

OB Netzer erklärte vor dem Hintergrund der noch offenen Ganztagesklassen-Frage, „dass in diesem Fall Variante1 die bessere Lösung wäre, da durch Variante 2 zusätzlicher Raum bebaut wird.“ Letztendlich seien aber auch die Kosten ein mitentscheidender Faktor auf der Pro- und Kontra-Liste. CSU-Stadträtin Hildegard Greiter gestand Variante 1 zwar „einen Charme“ zu. Allerdings müsse man sich fragen, wie die Doppelnutzung als Aula und Veranstaltungshalle in der Praxis funktionieren soll, gab sie zu bedenken. Schulleiterin Renate Börner hingegen plädierte für den Anbau, weil so mehr zusätzliche Flächen gewonnen würden. Für die Planungen und Untersuchungen des Vorhabens stehen heuer 50 000 Euro im Haushalt bereit. Ab 2014 sind 1,5 Millionen Euro für den Ausbau des Gymnasiums im städtischen Haushalt vorgesehen. Entsprechende Förderanträge sollen noch in diesem Jahr gestellt werden. Matthias Matz

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet

Kommentare