Hilfe mit Feingefühl

Msaadakwawatoto, oder besser gesagt „Hilfe für Kinder", gab es jetzt einmal mehr beim Verein Utange e.V., der seit Jahren Kinder und Jugendliche in Kenia in den Bereichen Bildung und Gesundheit unterstützt. „Meiner Meinung nach ist Hilfe zur Selbsthilfe der einzig richtige Weg“, so Ursula Stein, die 1.Vorsitzende.

Dementsprechend ist das Ziel des Vereins, dauerhafte Unterstützung zu leisten, um möglichst gute Rahmenbedingungen für den Schulunterricht zu erschaffen. Das erfolgt mit Rücksicht auf die einheimische Kultur und die Gegebenheiten. „So gehen wir mit Feingefühl die Projekte zur Unterstützung und Freiheit der Kinder an", erläutert Cornelia Schwarz, eine der über 80 Paten. Da es sich bei der von Utange e.V. geförderten Schule um eine Privatschule handelt, wird Schulgeld erhoben, mit dem die Gehälter der Lehrer bezahlt und sonstige Kosten gedeckt werden. Wie in allen Ländern, die einmal eine britische Kronkolonie waren, tragen die Kinder in der Schule eine Uniform, die wie die Lehrbücher von den Eltern bezahlt werden müssen. Nur wenige Familien verfügen aber über genügend Geld. Das Einkommen in Kenia liegt durchschnittlich bei 40 Euro im Monat. Viele Kinder können so gar nicht erst zur Schule gehen. Heute umfasst die Schule mit etwa 300 Kindern die Klassen 1 bis 8 sowie drei Kindergartenklassen. Angegliedert ist ferner eine Schneiderei-Werkstatt für die Schuluniformen, in der auch Kurse für Frauen und Schüler angeboten werden. Doch das ist noch lange nicht alles: Utange e.V. ist stets auf der Suche nach neuen Brennpunkten. So erfolgte im Februar dieses Jahres der längst überfällige Startschuss für eine Impfaktion für alle Patenkinder. Angst vor Impfung Offiziell gibt es in Kenia eine generelle Impfpflicht. In der Realität funktioniert das allerdings kaum. „Das ist an sich eine wundervolle Sache. In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass viele Eltern und Kinder große Angst vor einer Behandlung haben und somit das Angebot der Regierung nicht annehmen“, so Vorsitzende Stein. Im Februar startete der Verein deshalb eine Impf-Aktion: Pastor Kahindi, Leiter der Schule, und Utange e.V. konnten einen Arzt überzeugen, die normalerweise in Krankenhäusern vorgenommenen Untersuchungen und Impfungen in der Utange Baptist School vorzunehmen. Von den Kindern wurden zunächst Blutproben genommen. Sollten sich Krankheiten oder ein positiver HIV-Befund herausstellen, wird Utange e.V. mit Spendengeldern die Behandlungen finanzieren. Weitere Informationen dazu gibt es bei Ursula Stein unter der Telefonnummer 0831/571041 oder im Internet unter www.msaadakwawatoto.de.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Demokratie unter Beschuss
Demokratie unter Beschuss

Kommentare