Hilfe für Rumänien

Große Freude herrschte jüngst bei den Krankenhäusern und dem Roten Kreuz in Timisoara in Rumänien. Die vom Kreisverband Wangen des Deutschen Roten Kreuzes überbrachte Bettwäsche, Windeln, Matratzen, Krankenhausbetten und nicht mehr benötigter Klinikbedarf, insbesondere aus Beständen der Oberschwabenklinik und des KH Tettnang, wurden mit Begeisterung angenommen. Darüber hinaus sorgte die Landesstiftung Baden-Württemberg mit der Übernahme von 50 Prozent der Transportkosten dafür, dass die kompletten Spendengelder zum Einkauf von Nahrungsmitteln für mittellose Rentner verwendet werden konnten.

Zehn ehrenamtliche Helfer waren unter Aufopferung eines Teils ihres Jahresurlaubs mit zwei Sattelzugen von Speditionen aus Leutkirch und Benningen/Unterallgäu und einem Begleitfahrzeug vier Tage unterwegs, um mit ihren Hilfsgütern insbesondere die Krankenhäuser, mittellose Rentner sowie Straßenkindern im ehemals deutschsprachigen Banat zu unterstützen. Zielort war das 1200 Kilometer entfernte Timisoara mit seinen rund 300 000 Einwohnern im Westen Rumäniens. „Aufgrund des Beitritts Rumäniens zur EU im Jahr 2007 verlaufen die Transporte zwischenzeitlich reibungslos“, so Einsatzleiter Dr. Wolfgang Dieing. Das Ziel nach 17 Stunden erreicht. Die Lastwagen konnten am Tag darauf dank zahlreicher Helfer vor Ort zügig entladen und die gespendeten Hilfsguter unverzüglich an die Krankenhäuser und die Verteilstellen für bedürftige Personen in der Region Timisoara weitergeleitet werden. Miller als große Hilfe Das Nachtquartier wurde von den Salvatorianern im Kloster Temesvar bereitet, wo die Helfer des Roten Kreuzes von Pater Berno Rupp herzlich begrüßt wurden. Hilfreich für den Transport war in diesem Jahr einmal mehr Hans Miller vom DRK-Landesverband, der es ermöglichte, dass die Hilfsguter aus Ungarn nach Rumänien über einen Grenzübergang der sonst nur für kleine LKW geöffnet ist, ins Land gebracht werden konnten, was zusätzliche 100 Kilometer bzw. zwei Stunden Fahrzeit einsparte. Neben der Eigeninitiative des DRK-Kreisverbands Wangen wurde die Rumänienhilfe auch in diesem Jahr wieder von Familie Pfeffer aus Tannau (Bodenseekreis) unterstützt, die ihrerseits in den vergangenen Monaten Spendengelder und Hilfsguter fur die Armenküche von Dr. Beksi, für das im Salvatorianerkloster von Pater Berno (Bergatreute) betriebene Nachtasyl und für die Krankenhäuser in Temeschburg organisierte. Einen besonderen Dank richtet Dieing an die Gebrüder Immler (Isny), deren Lagerräume im Gewerbehof kostenlos mitbenutzt werden konnten. Generell konnten die am Hilfstransport beteiligten Helfer aber auch weitere Fortschritte seit dem Transport vom letzten Jahr erkennen. Die Straßen und Tankstellen entlang der Hauptroute entsprechen zwischenzeitlich dem deutschen Standard. Die Wege und Plätze sind ausgesprochen sauber. In den Großstädten werden die Häuser und Plätze renoviert, und selbst Neubausiedlungen waren erstmals an den Stadträndern von Temeschburg wieder zu erkennen. Die Warenregale sind voll. Es gibt praktisch alles zu kaufen – nur die Warenpreise sind für die meisten Bewohner Rumäniens, insbesondere die Waisenkinder und die Rentner, praktisch unbezahlbar. Die alten Menschen können kaum ihre Miete bezahlen. Da bleibt den meisten fur Nahrungsmittel oder Heizmaterial nichts mehr übrig. Daher wird es aller Voraussicht nach auch im nächsten Jahr wieder einen Hilfstransport nach Rumänien geben.

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