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Die Hirnbeinstraße, eine Rechtsabbiegespur und ein Kompromiss

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Rechtsabbieger wie diese, die von der Hirnbein- in die Königstraße einfahren möchten, benutzen bald eine eigene Spur.

Kempten – Die Hirnbeinstraße wird noch dieses Jahr eine Rechtsabbiegespur an der Einmündung in die Königstraße bekommen. Weil das angrenzende Brauhausgelände bis Dezember noch eine Baustelle war, habe man nicht früher mit dem Ausbau des insgesamt maroden Abschnitts zwischen Bahnhof- und Königstraße beginnen können, erklärte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann im Verkehrsausschuss am Montag. Die Baumaßnahmen sollen jetzt aber noch heuer beendet werden.

Ab Höhe Parkhaus können sich die Autofahrer bald auf der Rechtsabbiegespur einordnen. „Unmittelbar unter dem Bordstein verlaufen Rohre, deshalb haben wir ins aktuelle Straßenprovisorium keine Rechtsabbiegespur einfügen können“, sagte Wiedemann. Der Raum für die neue dritte Spur wird jetzt durch einen mit zwei Metern schmaleren Gehweg vor dem Restaurant „Enchilada“ frei. Noch schmäler könne er nicht sein, die Empfehlungen gehen hier eher in Richtung 2,50 Meter. 

300.000 Euro kostet die gesamte Straßenerneuerung der Hirnbeinstraße, die noch nicht im Haushalt vorgesehen sind. Weil das Kommunalabgabengesetz bald geändert wird, könnten Straßenausbaubeiträge der erschlossenen Anwohner entfallen. Geklärt werden muss noch, wie Parker während der Bauarbeiten in das Parkhaus fahren sollen. Fest vorgenommen hat sich die Stadt jedenfalls, dass die Hirnbeinstraße zur Festwochenzeit befahrbar sein soll.

Bedenken hatte CSU-Fraktionsmitglied und Busunternehmer Helmut Berchtold wegen der Breite der Abbiegespur. Wiedemann zeigte sich des Problems wohl bewusst: „Die Busse werden wie in der Bodmanstraße zum Abbiegen beide Spuren benützen müssen“, sagte er, „das ist der Kompromiss. Mehr Platz haben wir nicht.“

Geplant sind in dem Areal noch weitere Maßnahmen. Auch die Königstraße soll am Übergang zur Beethovenstraße bald eine Rechtsabbiegespur bekommen. Zusammen mit Radstreifen in beide Richtungen, barrierefreien Fußgängerquerungen, und Bäumen soll der Ausbau nächstes Jahr erfolgen. Noch in diesem Jahr will Wiedemann Zuschüsse bei der Regierung von Schwaben beantragen.

Susanne Kustermann

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