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Hochschulerweiterung: Uneinigkeit zwischen den beteiligten Ministerien

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Von: Helmut Hitscherich

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Ein Bild, das nach den Plänen der Hochschule schon bald Geschichte sein soll.
Ein Bild, das nach den Plänen der Hochschule schon bald Geschichte sein soll. © Hitscherich

Kempten/München – Entgegen der anfänglichen Euphorie des Kemptener Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Hauke auf eine baldige Realisierung der Hochschulerweiterung verzögert sich diese weiterhin.

Einen genauen Zeitplan gibt es nach wie vor nicht.

Zur Erinnerung: Die Historie

Im Rahmen eines Geländetauschs hatte die Stadt das ehemalige Seitz-Gelände an der Immenstädter Straße als Vorratsfläche für die Hochschule erworben.

Lesen Sie zu diesem Thema auch: Die Erweiterung der Hochschule am Seitz-Gelände ist unter Dach und Fach

Im Gegenzug erhielt die Firma Seitz ein Grundstück im Gewerbegebiet Bühl. Im Dezember 2019 hatte der Bayerische Landtag nach langem Hin und Her den Kauf dieses Grundstücks durch die Stadt Kempten genehmigt. Über einem vierstöckigen Parkhaus, das den Höhenunterschied zwischen dem bestehenden Campus und dem ehemaligen Seitz-Gelände überbrücken soll, entsteht ein mehrstöckiges Gebäude mit 8.200 Quadratmetern Hauptnutzungsfläche für Forschung und Lehre.

Hinzu kommen Lehrräume und Büroarbeitsplätze. Für diesen sechsten Bauabschnitt wurden über 70 Millionen Euro veranschlagt. „Nach dem Erwerb eines weiteren kleineren Grundstücks im Jahr 2020 stand der Erweiterung der Hochschule nichts mehr im Wege“, so der Präsident der Hochschule Hauke am 21. Januar 2021 gegenüber dem Kreisbote. Mit dem Bau sollte 2021/2022 begonnen werden.

Da sich die drei zuständigen Ministerien (Finanzen, Bau sowie Wissenschaft und Kunst) nicht über den vorgelegten Projektplan (Kosten und Größe der benötigten Flächen) einigen konnten, wurde das Staatliche Bauamt mit einer Überarbeitung der Raumplanung beauftragt. Nach Recherchen des Kreisboten ging es unter anderem darum, wie viel Quadratmeter Forschungsfläche für die einzelne Studentin bzw. den einzelnen Studenten notwendig sind.

Aktueller Sachstand

Am 27. Juli 2022 äußerte sich der Präsident der Hochschule dahingehend, „dass der Sachstand sich insofern geändert habe, dass zur Zeit der ‚Ball‘ beim Finanzministerium zur weiteren Entscheidung liegt“.

Auf Nachfrage beim Staatsministeriums für Finanzen, bis wann mit einer Entscheidung zur Realisierung des 6. Bauabschnitts zu rechnen ist, teilte Helena Barsig, Sprecherin/Externe Kommunikation des Bayerisches Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst Anfang August mit, dass der Projektplan für die Erweiterung der Hochschule erst Mitte Juli eingereicht worden sei. „Er befindet sich derzeit in der Bearbeitung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kultur, des Staatsministeriums für Finanzen und des Bauministeriums. Bis wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist derzeit nicht bekannt“, so Barsig.

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